Christine Czekalla – Christliche Blogger Community

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Good Weather Forecast: Superhumans

Der Beitrag ist ursprünglich in englischer Sprache verfasst worden

Hier gehts zum englischen Beitrag

 

Fühlst du dich „superhuman“? Ich glaube, wir hatten alle Momente in denen wir sagten: „Hier bin ich, Welt, zeig, was du drauf hast!“. Wir waren bereit, alles anzupacken, was das Leben uns brachte. Das mag manchmal funktionieren, aber wenn dann tatsächlich Dinge kommen wie Rechnungen, Miete, Sorgen und mehr, wenn uns die Realität einholt – dann fühlen wir uns weniger übermenschlich und mehr wie ein überaus menschlicher Mensch.

Im Moment fühle ich mich super und menschlich. Die Kombination aus beidem bekomme ich nur nicht wirklich hin. Super geht es mir, weil ich bald mein Studium abschließe, aber das Leben hat mir auch schon die menschliche Seite gezeigt. Ich hab mich für Jobs beworben, die aus meiner Sicht perfekt für mich gewesen wären, aber die Arbeitgeber sahen das anders. Ich muss herausfinden, was bei mir als nächstes kommt… eben ganz normale, menschliche Dinge.

Und dann höre ich das neue Album von „Good Weather Forecast“, das „Superhuman“ heißt und der Titelsong bleibt mir als Ohrwurm hängen. Hör doch mal rein:

Siehst du, was ich meine? Ich fühle mich wie ein Kind aus einer anderen Zeit, wo es möglich ist seine Träume zu leben und das Unmögliche zu schaffen. Wo ich stark und furchtlos bin und mich übermenschlich fühle. Ich will unzerstörbar sein und die Welt retten und dabei richtig gut aussehen.

Hier die deutsche Version weiterlesen

Verstehen wir Ostern richtig?

Ostern kommt jedes Jahr mit der gleichen guten Nachricht. Die Frage ist nur, ob wir die überhaupt richtig verstanden haben…

Die Geschichte des Osterfestes ist eine der seltsamsten Geschichten, die es gibt, gerade, weil sie Jahrhunderte später immer noch gefeiert wird. Kein Wunder, dass auch dem Handel nichts Besseres eingefallen ist, als flauschigen Hasen die Aufgabe zu geben, bunte Eier anzumalen und in der Gegend zu verstecken, damit Kinder eine Beschäftigung haben, während Erwachsene ihre Feiertage genießen. Für die meisten ist es genauso unmöglich, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, wie dass es den Osterhasen gibt.

Ehrlich gesagt, ist das nachvollziehbar. Doch das Problem ist nicht, das Ostergeschehen komisch zu finden, sondern wenn wir versuchen wollen, es verständlich zu machen. Die Jünger Jesu waren live dabei und verstanden nicht, was passierte, obwohl Jesus alles vorher andeutete und hinterher noch eine Zeit auf der Erde blieb, um es ihnen zu erklären. Wie könnten wir dann, Jahrhunderte später, aus einer völlig anderen Kultur und Zeit, auch nur annähernd verstehen, was passiert ist, erst recht, wenn auch noch Gott im Spiel ist, der oft für Menschen unverständliche Dinge tut?

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Auf dem Boden einer Apotheke liegt auch nur, wer nicht mehr anders kann

Was ich hier erzähle ist erst wenige Stunden her und ich weiß nicht, welche Auswirkungen diese Geschehnisse noch haben werden. Vielleicht gar keine, vielleicht gewaltige. Ich kann kaum erwarten, es herauszufinden.
Spoiler alert: Mir geht es gut und es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Diese Teil meiner Geschichte hat ein Happy End – und das Abenteuer geht weiter.

Eigentlich wollte ich mit dem Zug fahren. Allein die Tatsache, dass es wesentlich billiger war, das Auto zu nehmen, änderte kurzfristig meine Pläne und schickte mich auf eine Reise, die ich nicht machen wollte, aber sicherlich machen musste. Denn Autofahren ist schwieriger als gedacht, wenn man komplett stillsteht.

Die Hinfahrt nach Bad Blankenburg, mitten im Thüringer Wald, war unspektakulär und ich konnte nicht dankbarer sein, zum „Young Leaders Forum“ der Deutschen Evangelischen Allianz eingeladen zu sein. Menschen aus den verschiedensten Gemeindekontexten, Arbeitsfeldern, Orten und Altersgruppen waren zusammengekommen. Unser Ziel: gemeinsam darüber nachdenken, welchen Stellenwert Gott in unserer Gesellschaft hat, welche Chancen und Herausforderungen uns bevor stehen und wie wir trotz unserer Unterschiede gemeinsam den groß machen können, den wir alle lieben: Jesus.

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Czek-In: St. Patrick’s Day

Saftige grüne Wiesen, Kilts, Dudelsäcke – am 17.März kann jeder ein bisschen irisch sein und den St. Patrick’s Day feiern. Die wenigsten wissen aber wohl, woran hier gedacht werden soll.

18 3 17 shamrock 2405549 1280 300x200 - Czek-In: St. Patrick's Day

Der Bischof Patrick kam wahrscheinlich im 5. Jahrhundert nach Irland und erzählte den Clans von der Bibel – hunderte Jahre später feiern nicht nur Iren dieses Ereignis, sondern jeder, der mitfeiern mag.

Die Farbe des Tages ist grün und erinnert an die grünen Hügel des Landes – außerdem soll Patrick ein dreiblättriges Kleeblatt verwendet haben, um den Iren die Trinität von Gott Vater, Jesus als Sohn und dem Heiligen Geist zu erklären.

Mich erinnert das grün an die Hoffnung, dass uns alte Geschichten immer noch zusammenbringen können und wir miteinander feiern können. Hoffnung, dass Menschen verschiedener Länder die Traditionen und Kulturen der anderen respektieren und sich darauf einlassen.

Und Hoffnung, dass es diesen Gott gibt, von dem Patrick erzählt hat – und er auch heute noch Menschen mit Freunde und Hoffnung füllen will.

Liebst du die Kirche?

Ich weiß nicht, woran du gedacht hast, als du die Frage gelesen hast. Vielleicht konntest du mit „Ja!“ antworten. Vielleicht dachtest du auch an ein altes, kaltes Gemäuer und im Vergleich dazu dein warmes Bett am Sonntag morgen. Oder du dachtest an Kirchenvertreter, die mehr oder weniger sinnvolle Sachen sagen und tun. Vielleicht dachtest du an Traditionen und Liturgie oder lauten Lobpreis mit Lichtshow. Womöglich kannst du aber überhaupt nichts mit der Frage anfangen – kein Problem, ich erklär es dir!

Wenn du mich vor ein paar Monaten gefragt hättest, „Tine, liebst du die Kirche?“ dann hätte ich wahrscheinlich eine Zeit lang überlegt und mich dann irgendwie rausgeredet, damit ich nicht direkt „Nein“ sagen muss (weil das wäre ja irgendwie falsch als Christ), aber mich auch nicht zu „Ja“ zwingen müsste (da gibt es ja wohl genug, das nicht liebenswert ist). Heute sieht meine Antwort anders aus: Ja, ich liebe die Kirche, auch wenn es mir nicht immer leicht fällt.

In der kleinen Stadt, in der ich aufgewachsen bin, gab es kaum Auswahl an Gemeinden: die Landeskirche, den CVJM, eine Landeskirchliche Gemeinschaft und ein paar kleinere Freikirchen (die für mich als Kind und Jugendliche unbedeutend waren). Ich brauchte nicht wirklich eine Wahl treffen, denn durch meine Eltern gehöre ich zur evangelischen Kirche und war hauptsächlich im CVJM unterwegs – der ein christlicher Verein ist und so ohne Probleme beides möglich war.

Erwachsene meinen es ja oft zu gut mit Kindern und Jugendlichen, also warnen sie sie vor allen möglichen Dingen, damit nur nichts schief geht – gerade in christlichen Kreisen wird vor „Strömungen“ gewarnt, die irgendwie als komisch aufgefasst werden, damit die Kinder bloß nicht in seltsame christliche Praktiken abrutschen. Also wird gewarnt vor den „Charismatikern“, den „Pfingstlern“, den „Baptisten“ und was es noch alles gibt, denn die praktizieren Dinge wie Zungenrede und Geistestaufe und da weiß sowieso niemand so genau, was das ist und was das bringen soll. Und weil ich als Jugendliche sowieso keine solchen Gemeinden im Ort hatte, sondern in den nächstgrößeren hätte fahren müssen, war das für mich in Ordnung – schließlich gefiel es mir im CVJM echt gut und ich lernte dort, Jesus zu lieben.

Als ich nach meinem Abi ein halbes Jahr zu den Fackelträgern zur Bibelschule ging und die meisten Studenten aus den USA und Kanada kamen, klappte dieses „Schubladendenken“ nicht mehr so wie ich es aus meiner Heimat kannte, denn in diesen Ländern haben die Kirchen andere Strukturen. Klar gibt es auch unterschiedliche Richtungen, die werden nur nicht so breit diskutiert und viele fallen einfach unter „evangelikal“. Zum ersten Mal war „Kirche“ für mich nicht nur ein Gebäude, sondern vor allem ein bunt gemischter Haufen an Menschen, die Jesus lieben – egal, welche Gemeinde sie besuchen oder was sie sonst erlebt haben.

Im Studium konnte ich weiter Menschen kennen lernen, die in ganz anderen Gemeindeformen aufgewachsen bin, als ich es gewohnt war – und mich trotzdem weiter in meinem Heimat-CVJM wohlfühlen. Ich wurde herausgefordert über Dinge nachzudenken, offener zu werden und nicht alles zu verurteilen, nur weil ich es nicht gewohnt war. Ich gewöhnte mich daran, dass Leute beim Singen aufstanden, die Hände hoben und auf diese Weise Gott lobten, obwohl ich lieber in meinem Stuhl chillte und mitsang. Meine größte Herausforderung war, nicht ständig die „Kritiker“ von zu Hause im Ohr zu haben, die diese Menschen abstempelten, nur weil sie ihren Glauben anders ausdrückten. Leider waren diese Zeiten, in denen ich eigentlich hätte Gott loben sollen, oft mehr davon geprägt, wie andere sich verhielten, wie ich mich verhielt und was davon richtig und falsch war und ob Gott das überhaupt interessierte.

Seit ich beschlossen habe, in meinem Studienort zu bleiben, habe ich mir dort eine Gemeinde gesucht. Das erste Mal, als ich im Gottesdienst war, schaute ich mir alles ganz genau an, denn es sollte ja ein Ort werden, der mich zu Jesus hinzieht und nicht von ihm weg – was scheinbar möglich ist, zumindest sagte man mir das seit ich klein war. Lieber zu vorsichtig als nicht vorsichtig genug, gerade wenn es um meine Zukunft in der Ewigkeit geht!

Wie so oft bewies Gott mir, dass er noch lange nicht fertig mit mir ist und ich noch viel lernen muss; dafür waren die letzten Monate ziemlich gut, da ich sowieso gerade dabei bin, herauszufinden wie mein Leben weitergeht und wo Gott mich haben will. Da konnte er auch gleich ein paar falsche Annahmen ausradieren, gerade was seine Kirche angeht.

18 03 08 personal 2923048 1280 300x100 - Liebst du die Kirche?

Ich habe viel gelernt. Vor allem, dass jeder seinen Glauben anders lebt und ich überhaupt keine Berechtigung habe, über andere zu urteilen. Ich bin immer noch in dieser Gemeinde und habe dort richtig nette und coole Personen kennen gelernt – und manche von denen heben sogar beim Lobpreis die Hände und schließen die Augen! Ich muss weiterhin aufpassen, nicht zu meinem 15-jährigen Ich zurückzukehren und alles ungewohnte als negativ anzusehen, denn das passiert viel zu leicht.

Stattdessen finde ich lieber heraus, wie es mir am besten gefällt, Gott zu loben. Ich glaube, Gott ist es egal, wie wir ihm die Ehre geben, solange wir es mit ehrlichem Herzen und Ehrfurcht tun. Manche können das am besten in kalten Kirchen mit alten Hymnen, andere in modernen Räumen mit Band, manche im sitzen, andere im stehen. Und nebenbei: Musik und Gesang sind ebenfalls nicht die einzigen Möglichkeiten, Gott zu loben, da gibt es auch noch viel mehr…

Neulich hörte ich eine Predigt von einem Pastor einer amerikanischen Megachurch, der sich viel mit anderen Kirchen vernetzt und weltweit Gemeinden unterstützt. Er brachte ein paar Punkte, die ich genial fand:

  • Ich muss die Kirche lieben, denn sie ist die Braut von Jesus. Damit meint er, dass die Menschen in der Kirche (ja, in jeder christlichen Kirche, egal welcher Ausrichtung, solange die Bibel die Grundlage ist), meine Familie sind und ich sie lieben soll. Auch die, die komplett andere Formen haben als ich es gewohnt bin. Auch die, die echt anstrengend sind. Ich kann nicht sagen: „Ich liebe Jesus, aber seine Kirche mag ich nicht.“, das wäre wie wenn ich zu jemandem sag „Ich mag dich, aber deine(n) Ehepartner(in) mag ich nicht.“ – die Person wäre zurecht gekränkt, denn die beiden gehören zusammen. Ich kann nicht behaupten, ich liebe Jesus, aber nicht die Menschen, die genauso wie ich zu ihm gehören und ihn auch lieben.
  • Das wichtigste, das Christen lernen sollen, ist andere zu lieben. Genau dafür ist die Kirche da: um lieben zu lernen. Niemand hat gesagt, dass das einfach ist, aber nötig. Warum? Darum:
  • Die Kirche ist das einzige, was in Ewigkeit bestehen wird. In der Ewigkeit wird es keine Arbeitsplätze mehr geben, keine Bankkonten, keine Fußballvereine, keine Parteien und keine Kirchenbezeichnungen. Nur die Gemeinschaft der Christen schafft es in die Ewigkeit – und manche werden staunen, wer da alles dabei sein wird. Katholiken, Lutheraner, Pfingstler, Baptisten und vieles mehr; alle die Jesus lieben, egal, wie sie diese Liebe zu ihm ausgedrückt haben. Wer damit nicht klar kommt, sollte sich überlegen, ob er wirklich in den Himmel will. Und wer sich dessen bewusst wird, sollte darüber nachdenken, wie er diese Vielfalt schon hier in dieser Welt wertschätzen kann, statt sie zu verurteilen.

WICHTIG: Die Kirche (und andere Christen) lieben heißt nicht automatisch, mit allem einverstanden zu sein, was läuft. Es sind immer noch alles unperfekte Menschen, die Fehler machen. Es ist viel Vergebung und Liebe nötig, aber auch Diskussion und Verbesserung. Das Ziel ist immer noch, Jesus ähnlicher zu werden und das sollten wir nicht wegen Liebe aus den Augen verlieren.

Noch einmal die Frage an dich: Liebst du die Kirche?
Wenn nein: Wie kannst du das ändern? Lass Gott an dir arbeiten!
Wenn ja: Genial! Wie zeigst du das?

Wieso viele das Fasten falsch verstehen

Morgen beginnt sie wieder… die Zeit des Jahres, in der die einen auf Sachen verzichten, während die anderen dieses „fasten“ völlig ignorieren. Aber was hat es denn eigentlich mit dem Fasten auf sich?

40 Tage, von Aschermittwoch bis Ostern, wird gefastet – die Zahl 40 ist in der Bibel sehr beliebt, ob 40 Jahre bei Noahs Sintflut oder dem Umherwandern des Volkes Israel in der Wüste; oder die 40 Tage, in denen Jesus allein in der Wüste war (Matthäus 4,2).

Fasten ist etwas, was in der Bibel häufig vorkommt, doch ganz anders gehandhabt wird, als es in der Fastenzeit von vielen praktiziert wird. In der Bibel hat Fasten nicht nur mit Verzicht zu tun, sondern vor allem darum, was man stattdessen tut. Der Grund des Fastens ist es, sich Zeit zu nehmen, um sich auf Gott zu konzentrieren. Also: es wird auf Essen verzichtet und die Zeit, die man zum Essen bräuchte, verbringt man mit Gott.

Leider habe ich das Gefühl, heutzutage wird nur der erste Schritt des Fastens getan und der zweite weggelassen: Verzicht ohne Ersatz. Klar tut man in der Zeit dann irgendwas anderes, aber nicht unbedingt etwas sinnvolleres. Es geht eher um die persönliche Herausforderung, etwas „normales“ wegzulassen, um sich 40  Tage sowohl besser als auch schlechter zu fühlen und danach genauso weiterzumachen wie vorher.

Ein solches Fasten kann einem vieles bewusst machen, zum Beispiel den Luxus den man genießen darf oder wie viel Zeit man mit bestimmten Dingen verbringt, doch wirkliche Auswirkungen hat es meistens nicht. An Ostern wird das nächste Stück Schokolade gegessen, eine Flasche Wein aufgemacht, der Fernseher angeschaltet oder Instagram aufgerufen als wäre nichts gewesen. Nur, dass man sich 40 Tage darauf gefreut hat und es vielleicht etwas bewusster tut.

Jesus hat nicht nur selbst gefastet, sondern auch das Fasten der Menschen zu seiner Zeit kritisiert. In der Bergpredigt sagt er:

»Wenn ihr fastet, macht kein leidendes Gesicht wie die Scheinheiligen. Sie vernachlässigen ihr Aussehen, damit die Leute sehen, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben damit ihren Lohn schon bekommen! Wenn du fastest, salbe deinen Kopf und wasche dein Gesicht! Tu das, damit niemand bemerkt, dass du fastest – außer deinem Vater, der im Verborgenen ist. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.« (Matthäus 6,16-18, Basisbibel)

Fasten 300x279 - Wieso viele das Fasten falsch verstehenIm Klartext: Kein #40Tageohne oder Statusnachrichten wie „Ich vermisse Schokolade“ – keiner soll es mitbekommen, weil es nicht um andere geht, sondern um Gott. Es geht nicht darum, anderen die Ohren voll zu heulen oder stolz zu erzählen, auf was man verzichtet, damit sie beeindruckt sind oder ein schlechtes Gewissen bekommen; der Grund fürs Fasten weniger egoistisch als gottzentriert.

Wenn jemand so fastet, wie es in der Bibel beschrieben wird, dann stehe ich persönlich voll dahinter. Alle anderen nehmen meiner Ansicht nach die Fastenzeit als Begründung, eine zeitlich begrenzte „Diät“ jeglicher Art zu machen und Selbstdisziplin zu üben – was völlig okay ist, aber absolut nichts mit der Vorbereitung auf Ostern oder der Stärkung des Glaubens zu tun hat.

Deswegen werde ich nicht Fasten und auch niemanden „bemitleiden“ der auf etwas verzichtet. Ich lerne Gott nicht näher kennen, nur weil ich ein paar Wochen die Finger von meinem Süßigkeitenschrank lasse oder weniger Serien schaue. Stattdessen will ich mir überlegen, wie ich ohne eine Fasten-Auszeit mitten im Alltag durch bewusste Entscheidungen und auch Verzicht Zeit mit Gott verbringen kann.

Bekannt: Football-Stars beim Super Bowl

Vergangenen Sonntag war es wieder soweit: der 52. Super Bowl fand statt – das größte Einzelsportereignis der Welt mit Millionen von Zuschauern rund um den Globus. Die favorisierten New England Patriots verloren in einem spannenden Football-Spiel gegen die Philadelphia Eagles. Das Spiel war sehenswert, doch die Reaktionen der Gewinner beeindruckten mich noch mehr.

Der 29-jährige Nick Foles war der Quarterback der Eagles, der nur Backup für den eigentlichen Quarterback war und trotzdem die Mannschaft zum Sieg führte und auch MVP (Most Valuable Player) des Spiels wurde. Foles ist nicht nur gut im Football, sondern auch Christ, der nach seiner Football-Karriere Pastor werden will. Als Nick Foles nach dem Spiel auf der Bühne interviewt wird, ist seine erste Aussage: „all glory to God“ (Gott gebürt alle Ehre).

Auch andere Mitglieder der Philadelphia Eagles sind Christen, die Mannschaft hat einen Gebetskreis und hatte auch schon eine Taufe im Mannschaftshotel.

Coach der Eagles, Doug Pederson, wurde nach dem gewonnenen Super Bowl gefragt, wie er seine Karriere und diesen Sieg erklären kann (ab 4:58). Seine Antwort: „Ich kann nur alle Ehre und Preis meinem Herrn und Erlöser Jesus Christus geben, der mir diese Möglichkeit geschenkt hat.“ Im Video bekennt auch Zach Ertz, der den entscheidenden Touchdown machte, dass er und sein Team nicht ohne Gott dort wäre.

Ich finde diese Zeugnisse genial. Diese Männer haben hart gearbeitet, um den Super Bowl zu erreichen und trotz aller Vorhersagen zu gewinnen. Die Freude über den Gewinn ist groß, doch zuerst nicht die eigene Leistung in den Vordergrund zu stellen, sondern Gott gegenüber dankbar zu sein und das auch noch öffentlich im Fernsehen vor Millionen von Zuschauern zu sagen ist echt cool. Mir zeigt das, wie wichtig ihnen ihr Glaube ist – wenn sie in solchen Momenten des Erfolges an Jesus denken und ihm Ehre geben.

Viele Football-Spieler aus Amerika sind bekennende Christen und haben sich sogar an einem Bibelleseplan mit YouVersion beteiligt, der online oder über die Bibel-App abrufbar ist (allerdings auf Englisch).

Lass dich von diesen Männern ermutigen, bei deinen größten Erfolgen Gott die Ehre zu geben und ihn in deinem Leben zu bekennen.

Die Bibel und was das eigentlich soll

Die Bibel – für die einen ist sie ein Buch voller Märchen, für die anderen ein Buch voller historischer Geschichten. Die einen sehen darin schöne moralische Ideen, andere sehen ewige Wahrheiten. Die einen bauen auf den Inhalten ihre Lebenseinstellungen auf, die anderen können mit den Inhalten gar nichts anfangen. Die einen sagen, es ist das Wort Gottes, für andere ist es bestenfalls ein Stück Weltliteratur.

Es gibt viele Fakten über die Bibel, das nützt aber nichts um herauszufinden, wie sie verstanden werden muss. Selbst unter Christen gibt es verschiedenste Ansichten, auch wenn sich viele einig sind: es ist das Wort Gottes. Gerade wenn jemand davon überzeugt ist, dass ein lebendiger Gott bei der Entstehung dieses Buches involviert war, ist es wichtig zu wissen, was das für die Aussagen in diesem Buch bedeutet. Christen sollten sich mal damit beschäftigen, wie sie mit der schriftlichen Grundlage ihres Glaubens sinnvoll umgehen können.

Muss ich alles, was in der Bibel steht, wortwörtlich nehmen? Gegenfrage: Kennst du jemanden, der das tut? Es gibt sicherlich einige, die die Bibel wörtlich nehmen möchten, aber ich weiß von niemandem, der das in seinem Leben schafft. Außerdem: Welche Bibelübersetzung muss ich dann benutzen? Luther, Gute Nachricht, Elberfelder oder vielleicht eine englische, spanische, chinesische oder nur die Originalversion in hebräisch und griechisch?

Zusätzlich geht es beim wörtlichen Verständnis nicht nur darum, die Zehn Gebote einzuhalten, sondern um viele andere „schwierigere“ Inhalte. Kleines Beispiel: Jesus hat mal gesagt, dass seine Jünger dem Kaiser geben sollen, was ihm gehört und Gott, was Gott gehört (Matthäus 22,21). Wenn das von Jesus höchstpersönlich verkündet wurde und ich die Bibel wörtlich nehme, dann hab ich ein Problem: mir fehlt ein Kaiser! So sehr ich es auch will, ich könnte das nicht umsetzen und sobald ich es auf unsere Demokratie übertrage und davon rede, dass ich Steuern zahlen muss, nehme ich nicht mehr Wort für Wort, sondern übertrage und interpretiere den Inhalt. Das war nur einer von vielen Versen, an denen sich das durchspielen ließe.
Fazit: Wir können die Bibel nicht wörtlich im Sinne von „Wort für Wort“ nehmen! Die Bibel gibt es in Hunderten von Sprachen und Ausführungen und außerdem besteht sie aus 66 Büchern, die teils komplett verschiedene Genres haben – Geschichten, Stammbäume, Lieder, Sprüche, prophetische Worte, Reden, Vergleiche und mehr.

Wenn es aber unmöglich ist, Gottes Wort wörtlich zu nehmen, erschafft das einige Probleme: Was muss ich wie verstehen? Was ist für mich heute wichtig und was war damals speziell für das Volk Israel gedacht? Wo ziehe ich Grenzen zwischen „ich glaub was da steht“ und „das ist so nicht passiert, sondern soll nur etwas klar machen“? Richtig: Es ist kompliziert!

Ich denke nicht, dass Gott es so kompliziert gemacht hat, um uns zu ärgern, sondern uns viel mehr Möglichkeiten zu geben, die bei einem wörtlichen Verständnis nicht da wären. Hier ein paar davon:

Die Bibel ist liest und versteht jeder anders – und das ist gut so!
Verschiedene Menschen sehen den gleichen Bibelvers sehr unterschiedlich. Jetzt am Anfang des Jahres schreiben und reden viele wieder über die Jahreslosung. Doch kein Kommentar gleicht dem anderen, jeder sieht im genau gleichen Vers unterschiedliche Dinge, betont andere Aspekte und bringt auch seinen eigenen Hintergrund mit ein. Das ist aber keinesfalls eine Schwäche der Bibel, sondern eine Stärke! So können wir darüber reden, diskutieren und gegenseitig zeigen, wie viel mehr in der Bibel steckt als wir selbst sehen.

Die Bibel ist ein lebendiges Buch.
Alles, was lebendig ist, verändert sich ständig. Du bist morgen auch anders als heute, aber siehst nicht komplett anders aus, sondern dein Körper ist eben ein Tag „älter“. Mit der Bibel ist es genauso: sie verändert sich nie komplett, doch über die Zeit hinweg müssen manche Dinge anders verstanden werden. Wenn es dort heißt, dass sich Sklaven ihrem Herrn unterordnen sollen, gibt uns das nicht das Recht einen Sklaven zu halten, denn das war speziell für die damalige Zeit gedacht.
Außerdem sorgt die Lebendigkeit der Bibel dafür, dass wir selbst immer wieder neues Entdecken können, Dinge verstehen und uns Verse in bestimmten Situationen ansprechen können.

Die Bibel ist ein persönliches Buch.
love 699480 1280 300x200 - Die Bibel und was das eigentlich sollDie meisten der biblischen Bücher wurden von einzelnen Personen geschrieben und sind deswegen auch aus der Sicht/ Erfahrung dieser Personen. So schreibt ein Paulus, was er über Jesus weiß und ein Johannes, was er in der Offenbarung gesehen hat – beide nehmen die Worte und Bilder, die ihnen bekannt sind, um ihre Erkenntnisse weiterzugeben. Doch die Bibel ist nicht nur von Einzelnen geschrieben, sondern geht auch an Einzelne, das heißt, jedem wird etwas anders wichtig. Manchen ist wichtig, dass Gott unser Vater ist, weil sie niemals einen liebenden Vater hatten. Anderen ist Gottes Gnade wichtig, weil sie so viel davon brauchen. Den nächsten ist Gottes Liebe wichtig, weil sie sich ungeliebt fühlen. Das eine ist nicht besser als das andere, aber unterschiedliche Menschen werden von unterschiedlichen Sachen angesprochen.

Die Bibel beinhaltet Wahrheiten, die wir nie komplett begreifen können.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten: etwas ist wahr oder etwas ist nicht wahr. Das heißt aber nicht, dass wir immer alle Aspekte der Wahrheit vollständig zur Verfügung haben. Deswegen gibt es bei Gericht ja auch Zeugen, die die genau gleiche Begebenheit völlig anders beschreiben, weil sie diese anders wahrgenommen haben und nicht, weil es unterschiedliche Situationen waren. Die Bibel beschreibt eine Wahrheit über Gott, wir werden sie aber niemals vollständig erfassen können – denn könnten wir das, wären wir selbst Gott.

Die Bibel von Gott „veranlasst“.
Nur weil die Bibel nicht Wort für Wort von Gott diktiert wurde, heißt es nicht, dass er nicht an der Entstehung beteiligt war – ganz im Gegenteil. Gott hat den Schreibern der Bibel seinen Geist gegeben, damit sie die Wahrheiten über Gott erkennen und sie durch die Schrift weitergeben konnten, um den Menschen den richtigen Weg zeigen und zu einem Leben nach Gottes Willen zu ermutigen (siehe 2.Timotheus 3,16).

Die Bibel ist „Gottes Wort“ – aber anders als wir denken.
Dieses Zitat von Alfred Christlieb (1866-1934) habe ich diese Woche gefunden:

Gottes Wort heißt sie nicht, weil die Vokabel Gott oft in ihr vorkommt, auch nicht, weil Worte darin stehen, die durch den Mund Gottes gegangen sind. Gottes Wort heißt sie, weil man durch das Wort hindurch Gott schauen kann, wie er mit der Welt und mit der Menschheit umgeht. Bis in sein Herz hinein kann man ihn schauen, wie es für uns schlägt. Und bei seinem Wort können wir ihn fassen und so Gemeinschaft mit ihm finden.

Bei der Bibel geht es nicht darum, wer sie geschrieben hat, wann sie geschrieben worden ist oder wie der genaue Wortlaut heißt. Es geht darum, von einem Gott zu erzählen, der die Menschen liebt und mit jedem einzelnen eine Beziehung haben will. Die Bibel ist keine Gebrauchsanweisung, die wir Schritt für Schritt befolgen müssen, um „alles richtig“ zu machen und in den Himmel zu kommen – die Bibel ist ein Liebesbrief Gottes für die Menschen, der zeigt, dass Gott zu seinem Wort steht und alles tut, um uns seine Liebe zu zeigen, auch wenn wir das nicht verstehen oder schätzen können.

Ja, es ist nicht immer einfach, die Bibel zu verstehen, aber das ist auch nicht das wichtigste. Am Wichtigsten ist es, den Gott der Bibel kennen zu lernen, zu erleben und zu lieben. Deswegen ist es am sinnvollsten, die Bibel mit Kopf und Herz zu lesen und mit anderen darüber zu reden.

 

Film-Czek: The Greatest Showman (2017)

 

The Greatest Showman poster - Film-Czek: The Greatest Showman (2017)„Es hat noch nie jemand etwas verändert, indem er so war wie andere.“ findet P. T. Barnum und tritt seine Reise vom Arbeitslosen zum Zirkusdirektor an, die gerade als Musical „The Greatest Showman“ im Kino zu sehen ist. Die Geschichte basiert auf dem Leben von P. T. Barnum (1810–1891), ist aber nur ein grober Auszug aus seiner Biografie, sowie zeitlich nicht immer korrekt.

Details zum Film 

Regisseur Michael Gracey feiert mit diesem biografischen Musical sein Debut, mit eigens dafür geschriebenen Liedern von Benji Pasek und Justin Paul, die schon die Songs von „La La Land“ geschrieben haben. Der Film war sieben Jahre in der Entwicklung, es ist nämlich ein Risiko, ein Musical zu verfilmen, dem keine Broadway-Show vorausgeht. Schließlich wurde der Film aber doch produziert und von 20th Centruy Fox vertrieben. Nennenswerte Schauspieler sind Hugh Jackman (Wolverine, Les Miserables), Michelle Williams (Manchester by the Sea), Zac Efron (High School Musical, Baywatch), Rebecca Ferguson (The White Queen) und Zendaya (Spider-Man: Homecoming).

Meine Erwartung

Ich persönlich bin ein großer Fan von Musicals und schon vorher hab ich das Lied aus dem Trailer (This Is Me) hoch und runter gehört. Auch wenn ich die Schauspieler mag war ich der Story gegenüber etwas skeptisch, denn der Trailer hat zwar mit starken Bildern gepunktet aber nicht wirklich viel Inhaltliches gesagt, außer dass es um einen Zirkus voller kurioser Menschen geht.

Worum geht’s?

New York im 19. Jahrhundert: P. T. Barnum (Hugh Jackman) ist ein Waisenjunge voller Ideen aber von der Gesellschaft verachtet. Später heiratet er seine Jugendliebe Charity (Michelle Williams), muss aber feststellen, dass er ihr und ihren zwei Töchtern nicht das geben kann, was er ihr versprach, als sie ihre reiche Familie für ihn hinter sich lies. Als Barnum dann auch noch seinen Job verliert riskiert er alles, kauft ein Museum voller Wachsfiguren und stellt „kuriose Menschen“ ein, um eine Show auf die Beine zu stellen. Er gibt Menschen eine Bühne, die sonst von der Gesellschaft verachtet werden: eine bärtige Lady, ein Hundemensch, ein Kleinwüchsiger, dunkelhäutige Zirkusakrobaten und mehr – und bekommt einiges an Gegenwind, sowohl von Theaterkritikern als auch von den Einwohnern der Stadt. Trotzdem erntet er Erfolg und will immer höher hinaus, auf Kosten seiner Familie und seinen neuen Freunden, die er immer mehr vernachlässigt. Barnum versucht alles, um zu den Reichen zu gehören, die ihn sein Leben lang so verachtet haben und droht dabei die zu verlieren, die ihn genau so lieben und akzeptieren, wie er ist. Nun muss er sich entscheiden, was ihm wirklich wichtig ist.

Filmische Umsetzung

Schon der Trailer macht dem Namen des Filmes alle Ehre und zeigt eine Show mit Musik, Gesang, ungewöhnlichen Menschen und Kunststücken und der Film steht dem in nichts nach. Die Kostüme, die Orte, die Schauspieler – alles echt schön anzusehen. Manches passt wohl nicht gerade in die Zeit der 1850er, gerade was die Musik angeht ist sie eher aus unserem Jahrhundert, das ändert aber an der Unterhaltung des Filmes nichts.

Kritiken + meine Meinung

Die Meinungen über den Film sind sehr gespalten – manche feiern ihn als tolles Musical, während andere eine Show ohne Substanz sehen. Je nachdem, was man erwartet, stimmt das wohl auch. Das Leben von P. T. Barnum war wesentlich weitreichender, als es der Film erzählt und reißt manche Dinge leider nur an, über die mehr gesagt werden könnte. Gerade die sozialen und persönlichen Ebenen werden teils nur kurz thematisiert, bevor die nächste Showeinlage kommt.

Klar hätte mehr aus den gesellschaftlichen Unterschieden dieser Zeit gemacht werden können, doch ich finde, es wird genug angedeutet, dass man selbst weiterdenken kann. Wie P. T. Barnum mit seinem Zirkus will der Film hauptsächlich unterhalten, auch wenn im Hintergrund viele Themen mitschwingen, in die kaum tiefer eingestiegen wird. Insgesamt fand ich den Film richtig gut – aus der Story hätte mehr gemacht werden können, aber die Charaktere und der Soundtrack haben mich begeistert.

Zum Nachdenken

Die Geschichte des Films liegt weit zurück, die angeschnittenen Themen sind (leider) heutzutage immer noch aktuell: Diskriminierung und Unverständnis gegenüber Menschen, die anders aussehen, aus einer anderen Kultur stammen, einer anderen Gesellschaftsschicht angehören oder mach „seltsame“ körperliche Unterschiede aufweisen. Alle wollen einfach nur dazugehören, Teil von etwas sein, doch weil sie anders sind, wird das nicht zugelassen, obwohl sie selbst meist dafür nichts können. Die Gesellschaft ist gespalten und die Reichen haben keinen Platz für die, die „anders“ sind. So bleiben die Außenseiter genau das, bis Barnum sie nicht nur ins Rampenlicht holt, sondern ihnen auch einen Ort gibt, wo sie sich zu Hause fühlen und jeder seinen besonderen Platz hat.

2017 war voll von „wir gegen euch“-Geschichten. Ein Land gegen das andere. Eine Religion gegen die andere. Eine Kultur gegen die andere. Ein Nachbar gegen den anderen. Eine Meinung gegen die andere. Eine Lebenseinstellung gegen die andere. Statt die Unterschiede zu feiern und sich gegenseitig besser kennen zu lernen, wird der andere verurteilt und mit Unverständnis gestraft. So entstehen Konflikte, Schmerz, Leid und viel negatives.

Barnums Zirkus feierte die Unterschiedlichkeit der Menschen und begeisterte andere. Es ging nicht darum, alle einander anzupassen oder von der eigenen Meinung zu überzeugen. Ein Kleinwüchsiger musste nicht groß werden, ein Riese nicht klein und eine dunkelhäutige Akrobatin nicht hellhäutig. Genausowenig musste das Publikum sich den Darstellern anpassen und selbst Ungewöhnliches auf die Beine stellen. Der Zirkus sorgte dafür, dass sich die Menschen annäherten, Vorurteile abbauten und mit ihren Stärken andere begeisterten.

… und der Glaube?

„The Greatest Showman“ muss nicht mit dem Glauben zu tun haben, um Christen wichtiges aufzuzeigen. Die Bibel ruft uns dazu auf, andere zu lieben, das vergessen wir nur oftmals. Gerade Christen sollten die lieben, die anders sind, die sich anders benehmen, die anders denken, die einen anderen Hintergrund haben. Statt Liebe bringen aber auch Christen „andersartigen“ oft Unverständnis und Skepsis entgegen und wollen sie von ihrer Meinung überzeugen. Schaut man sich Jesus an, dann war es nie sein Ziel, die Unterschiede anderer negativ auszulegen oder ihnen seine Ansichten überzustülpen – vielmehr ging er genau zu den „Außenseitern“, verbrachte Zeit mit ihnen und liebte sie. Jesu Art, mit den Menschen umzugehen, veränderte Leben und brachte Leute zum Glauben an Gott. Vielleicht sollten wir auch damit anfangen, andere zu lieben und sehen, was dann passiert.

Jahreslosung 2018 – Wer hat Durst?

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Eine Jahreslosung aus dem vorletzten Kapitel in der ganzen Bibel, aus der Offenbarung, aus einer Situation, wo es diese Welt nicht mehr gibt, weil Gott eine neue geschaffen hat. Was kann uns dieser Vers im Jahr 2018 sagen?

Diese Aussage macht Gott als Herrscher der Ewigkeit von seinem Thron aus und befiehlt Johannes, es aufzuschreiben, weil es in dessen Gegenwart wichtig ist – und so auch in unserer.

27 12 28 Wasser IMG 0664 kleiner 300x201 - Jahreslosung 2018 – Wer hat Durst?Wasser ist nicht gleich Wasser. Leitungswasser ist anders als Meerwasser und Quellwasser anders als Regenwasser. Hier spricht Gott sogar von Wasser, das lebendig ist. Es ist so lebensspendend, dass es für eine Ewigkeit reicht und uns eigentlich sterbliche Menschen für immer leben lässt. Was da wohl drin steckt? Ich würde sagen, dieses lebendige Wasser hat genau die gleiche Kraft, die Jesus von den Toten hat auferstehen lassen. Besser als Kaffee oder ein Energy-Drink!

Außerdem kommt das Wasser direkt von der Quelle, frischer geht es gar nicht. Eine Quelle ist ein Ort, wo es nur so sprudelt, weil zu viel Wasser da ist. Die Erde kann es nicht mehr halten, deswegen muss es raus. Vom lebendigen Wasser ist mehr als genug da, niemand muss durstig bleiben.

Apropos durstig: der Durst muss erst einmal verspürt werden. Wieso sollte jemand zu einer Quelle kommen und nach Wasser suchen, wenn er keinen Durst hat? Dieses Versprechen Gottes kann nur wahr werden, wenn die Person wirklich Durst hat – dazu muss man ein ganzes Stück lang nichts mehr getrunken haben. Außerdem braucht es einige Voraussetzungen: der Mensch hat alltägliche Bedürfnisse, die immer wieder an einer Quelle gestillt werden müssen. Doch er hofft darauf, eine anhaltendere Methode gegen seinen Durst zu finden und keine kurzzeitige Befriedigung. Dann erst kann er sich auf die Suche machen, hoffentlich an Gottes Quelle landen und dort lebendiges Wasser empfangen.

Doch der Vers sagt noch etwas anderes: Gott „will“ etwas tun. Er hat definitiv die Möglichkeiten und den Willen dazu, das heißt aber nicht, dass er es auch tun wird. Denn so sehr er es „will“, es ist und bleibt ein Angebot, das er zwar umsonst und ohne versteckte Kosten gibt, aber von dem Durstigen erst angenommen werden muss. Gott will den Durst löschen, trinken muss der Durstige jedoch selbst. Kommt der Durstige nicht zur Quelle, kann ihm ein anderer auch etwas mitbringen (was wir ja als Christen durch Mission tun), doch auch hier muss er die Entscheidung treffen, das Wasser zu trinken.

Gott lädt ein, will unseren Durst stillen und uns darüber hinaus ewiges Leben geben. Darauf sollten wir mit ihm anstoßen – Zum Wohl!