Markus – https://utopiosmessage.com – Christliche Blogger Community

All posts by Markus - https://utopiosmessage.com

Warum Fasten?

Wie kann Fasten auch nur einen Hauch Gutes bringen? Mehr ist doch immer besser, wenngleich auch mit abnehmendem Grenznutzen. Es widerspricht den Grundideen unseres abendländischen Denken und Handelns. Befreiung kann ich unmöglich durch weniger erlangen, das ließe am Ende nichts als sinnlose Leere zurück. Ist es eine heimliche Romantisierung von Armut? Sollen sich die Menschen auf der Verliererseite  mit solchen Traditionen mal 40 Tage weniger wertlos fühlen? Goldmedaillen werden gezählt, die Anzahl, ihr Wert und die Größe müssen stimmen. Dabei sein ist alles? Das hat man dem Moppelchen, der immer als letztes ins Fußballteam gewählt wurde, auch immer erzählt. Das wahre olympische Motto aber hieß schon immer: Citius, altius, fortius –  Schneller, höher, stärker. Wie soll mir dabei Fasten helfen?

Dagegen steht die Beobachtung, dass in allen großen Weltreligionen Fastenzeiten oder andere Arten der temporären oder dauerhaften Entsagung eine wichtige Rolle spielen. Im Christentum freilich in der ambivalenten Situation, dass im Evangelium keine gesetzlichen Traditionen/keine religiösen Pflichten mehr gelten. Aber dennoch hat sich auch hier eine Fastenzeit entwickelt, die auf Grund des ihr zugesprochenen Werts immer mehr auch in evangelischen Landes- und Freikirchen gelebt wird.

Hier weiter lesen …

Meine kleine Hausgemeinde

Was das Leben auszeichnet sind die kleinen, flüchtigen Augenblicke, die wir miteinander verwoben verbringen. Das sind nicht nur Zeiten, in denen wir nebeneinander gehen, sondern im Rückblick einander schenkten – über das bloße Beisammensein hinaus. In diesen, unserem Griff entzogenen, Erlebnissen bleibt ein Teil meiner selbst hängen, als würde er in den Moment hineingeschrieben, und ein Teil des anderen verbleibt dort ebenso, aber auch in mir, mich weiter im Leben begleitend, wenn jener vergängliche Moment schon lange im Fluss der Zeit verschwommen ist.

Die christliche Gemeinde ist prädestiniert ein Ort zu sein, der solche Begegnungen hervorruft und ihnen bewusst Raum schafft.

Hier weiter lesen …

Ich wage es…

Ich wage es zu träumen, dass mich etwas wieder in meinen Grundfesten überraschen und überrumpeln kann. Wer es gewohnt ist alle Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, zu gewichten und die Verknüpfungen herzustellen wird im Lauf seines Lebens immer seltener jene Momente erleben, die gerade die Jugendzeit so berauschend machten: Ungewissheit, die ja immer auch begleitet wird von unendlich vielen, unentdeckten Möglichkeiten.

Die gute Nachricht ist. Die Mathematik bejaht meinen Traum. Ich muss nur Geduld haben und achtsam bleiben. Das Überraschende wird kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Denn selbst wenn alle meine Erfahrungen, alle Analysen, alle statistischen Auswertungen 99,999 % aller Geschehnisse abdecken können. Dann bleiben da noch jene 0,001 % übrig. Wie viel kann 0,001 % bedeuten, wenn ich ein ganzes Leben vor mir habe, wenn ich mit 8 Milliarden Menschen rechne … und einem Gott wie dem unsrigen. Ihr 0,001 %, ich warte auf euch.

 

Hier weiter lesen ….

Gnade zeigen?

Muss ich es in Ordnung finden, dass in einer auf Leistung getrimmten Gesellschaft Fehlleitungen gnadenlos bestraft werden? Wenn aber auf der anderen Seite Gnade bedeutet, dass andere und nicht zuletzt ich selbst die Fehler ausbaden müssen.

Mir schmeckt dieser zweite Gedanke nicht, weil ich am besten weiß, wie schmal die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg ist.

Geht es denn anderen nicht so? Kennen sie diese Grenze nicht? Sind …

Hier weiter lesen ….

Kontrolle über mein Leben?

Wie viel unseres Lebens haben wir tatsächlich unter Kontrolle? Genügt es nur sein bestes zu geben, ist jedermann seines eigenen Glückes Schmied? Die Realität wirft ein ernüchterndes Bild auf diese Phrasen. Zum Vorankommen genügt Talent und Leistungsbereitschaft alleine nicht. Es braucht Gönner und Förderer an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit.

Das eigene Schicksal ist abhängig von den Entscheidungen vieler anderer, oft von Menschen, mit denen man weniger als fünf Worte gesprochen hat. Dies bedingen Hierarchien, die über Kapazitäten, Aufbauorganisation und Finanzen bestimmen, aber auch…

Hier weiter lesen …

 

Ich brauche Weihnachten … mehr als nur ein Fest der Liebe

Schmerz durchzuckt meine Wirbelsäule, raubt mir die Luft zum Atmen, es wird mir Schwarz vor Augen, sirrend dröhnt es in meinen Ohren, ich stöhne laut auf, begebe mich hilflos, kontrollverloren in die Hände von Sanitätern.

Hier weiter lesen ….

 

Deine ausgestreckte Hand … wenn Gott antwortet

Es geschieht nicht oft, da bekommt man eine Antwort, da fügen sich die Zwischentöne zusammen zu einem leisen Flüstern Deiner Stimme. Genau muss ich zuhören, sensibel bleiben, Zufall und Rationalisierungen von mir weisen, jenen besonderen Moment auf mich wirken lassen…

Hier weiter lesen …

Von geschenkter Geduld…

„Lieber Gott, ich bitte dich, schenke mir Geduld … und zwar sofort.“

So oder so ähnlich mag unser frommes Gebet gerne rüberkommen. Geduld ist jene Frucht des Heiligen Geistes, bei der es mir am leichtesten fällt zu begreifen, dass sie nicht aus eigener Anstrengung kommen kann. Geduld ist quasi das Gegenüber zum Aktivismus und der Sucht nach Kontrolle, die mich häufig antreiben. In der Praxis herrscht von mir aus selten Geduld, alles wird fünf Mal überprüft, dass auch ja kein falsches Resultat herauskommt, alles will geplant und beherrscht sein … das gilt dabei ebenso von der Zeit. Passives Warten auf ein Ergebnis, nicht viele besitzen diese Fähigkeit.

 

Hier weiter lesen …

Die Familie sucht man sich nicht aus

Wenn die Familienkonflikte hervorquellen und ihre ganze Dysfunktionalität im denkbar ungünstigsten Moment zum Vorschein bringen, frage ich mich manchmal, ob ich mich vielleicht versehentlich ins Set der neusten RTL II Sendung verirrt habe. An welcher Stelle bin ich nur falsch abgebogen, wollte ich doch eigentlich in einer Romantikkomödie mitspielen.

Hier weiter lesen …

Menschliche Suche nach dem Sinn

Die Sehnsucht nach ihr steckt tief in der menschlichen Psyche verankert. Sinnsuche beginnt allerdings nicht erst bei der Frage nach dem Letzten, Absoluten, bereits viel früher werden ihre Spuren sichtbar. Die bloße Existenz all unserer Technologie ist eine sichtbare Manifestation des Wunsches Zusammenhänge verstehen zu wollen. Etwas im Menschen eröffnet ihm ein Reich von Fragen, er will mehr wissen als ihm von Natur aus mitgegeben ist, ein Stück über den eigenen Horizont hinausgehen, ihn nach hinten schubsen und sehen was dort auf ihn wartet.

Hier weiter lesen …
Zur Werkzeugleiste springen