Mittwochsimpuls (13.09.17) Die drei Siebe

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Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.
„He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen.“ „Moment mal“, unterbrach ihn der Weise, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“. „Drei Siebe?“ fragte der Andere voller Verwunderung. „Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“. „Nein, ich hörte es irgendwo und . . .“. „So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens gut?“. Zögernd sagte der andere: „Nein, das nicht, im Gegenteil . . .“. „Aha!“, unterbrach Sokrates, „So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?“. „Notwendig nun gerade nicht . . .“. „Also“, lächelte der Weise, „wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!“

Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit Epheser 4,31

auch nicht von schändlichem Tun und von närrischem oder losem Reden, was sich nicht ziemt, sondern vielmehr von Danksagung Epheser 5,4

niemanden verleumden, nicht streiten, freundlich seien und alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen Titus 3,2

Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung Sprüche 12,18

Trage deine Sache mit deinem Nächsten aus, aber verrate nicht eines andern Geheimnis,

damit von dir nicht übel spricht, wer es hört, und dann das böse Gerede über dich nicht aufhört Sprüche 25, 9-10

Gebet: Herr Jesus Christus, erfülle du mein Herz mit deiner Wahrheit, erneuere meine Gedanken, damit ich Gutes über meine Mitmenschen ausspreche, damit ich aufbaue und nicht verletze, damit ich keine Lügen und Gerüchte verbreite, damit ich von Geschwätz und Lästerei fernhalte. An deine Weisungen möchte ich mich halten, lass mich nachdenken bevor ich spreche, ob meine Worte wahr, gut und notwendig sind. Ich danke dir für dein Wort und deine gute Führung. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Deine Worte sind Wahrheit und sind immer gut für mich. Vergib mir, da wo ich mich nicht danach gehalten habe. Amen

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