Tag Archives for " Alltag "

Uhr, Muntermacher am Montag, Die beste Zeit des Tages

Die beste Zeit des Tages

Ich traue mich kaum, es laut zu sagen: Ich hatte eine (fast) kinderfreie Zeit. (Ein Teenager in der Ferienzeit zu Hause zählt ja eigentlich nicht.) Leider sagen viele Mütter: „Das würde mein Mann niiiie machen, mit den Kindern allein irgendwohin fahren.“ Und weil ich das ziemlich traurig für die Frauen finde, spreche ich lieber nicht so viel darüber. Morgens beim Bäcker kaufe ich ein (!) Brötchen und die Bäckersfrau sagt: „Da hast du schon Glück mit deinem Mann, oder?“ Und ich antworte aus ganzem Herzen: „Oh ja!“

Wie war nun meine freie Zeit? Es ist doch etwas seltsam.

Weiterlesen
Kleine Dinge am Wegesrand, Wandern, Outdoor, Wiese

Kleine Dinge am Wegesrand

Am Wegrand

Dein Blick schweift über die Steine auf dem Weg, am Rand steigt er an den Baumstämmen empor. Zwischen den Blättern teilen sich die Strahlen der Sonne. Das Licht kitzelt in deiner Nase, du riechst die Frische der Luft. Langsam gehst du Schritt für Schritt durch den Wald. Brainstorming! Du versuchst das zu finden, was du sonst nicht suchen musst: Die kleinen Dinge am Wegesrand.

weiterlesen

Hilfsgüterfahrt nach Levice im Oktober

Hilfsgüterfahrt nach Levice 9

Am Abend des 2. Oktobers fuhr R. Krentz mit mir in Richtung Slowakei, um in Levice bei unseren Partnern aus der dortigen Baptistengemeinde Hilfsgüter abzuliefern.

Über weite Strecken war es sehr verregnet, dennoch kamen wir nach ca. 1.000 km pünktlich gegen 7.30 Uhr dort an. Da die Männer arbeiten waren, räumten fünf Frauen unseren Transporter aus. Sie haben sich alle sehr gefreut, besonders darüber, dass seit langen wieder eine Frau im Missionsteam mit dabei war.

weiterlesen

Kann man das noch reparieren? MUnTermacher am Montag, FamilienLeben mit Gott

Kann man das noch reparieren?

Wir haben einen alten, ziemlich kaputten Fahrradanhänger. Vier Kinder hat er bisher transportiert, oft zwei gleichzeitig. Regelmäßig überlade ich ihn hoffnungslos mit meinem Einkauf. (Sogar dann, wenn mir während des Einkaufs bewusst ist, dass ich „nur“ mit dem Fahrrad gekommen bin…) Der Hänger rostet schon länger an verschiedenen Stelle, aber damit kommen wir klar. Doch nun wurde der Stoff brüchig. Die Rückenlehne hat einen Riss quer von links nach rechts und auch die Abdeckplane ist zerfetzt. Klarer Fall: Ein neuer Hänger muss her. Mein Mann sagt müde lächelnd: „Unser Familienunternehmen hat gerade wieder einen Investitionsstau.“ Kein Problem, ich schaue sowieso immer erstmal nach gebrauchten Sachen… Doch auch in den Kleinanzeigen sind Fahrradhänger mit stabilem Unterboden (der Einkauf!) noch recht teuer. Schluck.

Weiterlesen…
Schild:

Ruhe!

Tomas Sjödin: „Warum Ruhe unsere Rettung ist“

Eine Buchrezension

Wie klingt der Ausruf „Ruhe!“ für dich? Ist es dein Hilfeschrei im lauten, chaotischen Alltag? Oder das erleichterte Aufatmen, wenn du mal Pause hast? Oder hat das Wort „Ruhe“ für dich gar etwas Bedrohliches? Was macht man denn eigentlich, wenn man nichts tut… Tomas Sjödin, schwedischer Pastor und Autor dieses Buches, behauptet sogar, Ruhe sei unsere Rettung. So dramatisch?

er Untertitel seines Buches lautet „Stell dir vor, du tust nichts und die Welt dreht sich weiter“. Und das ist durchaus als eine Einladung zu verstehen. Zunächst auf die Küchenbank von Tomas Sjödin und damit auch in seine Vergangenheit. Sein Vater wusste noch, wie man ruht, lang bevor der Begriff „Work-Life-Balance“ aufkam. Dass es möglich und selbstverständlich ist, einmal eine Weile einfach abzutauchen. Ohne Rechtfertigung, ohne Scham, ohne Fragen. Weiterlesen

Alles, was ihr tut, das tut von Herzen. Vom Wert der Dinge, die wir tun. Kosten-Nutzen-Rechnungen

Vom Wert der Dinge, die wir tun…

Kosten-Nutzen-Rechnungen

Mein Mann arbeitet eine Nacht lang.

Ausgaben: 0 Euro. / Einnahmen: Knapp ein Zehntel unserer Miete. / Wert: Wir haben ein Dach über dem Kopf und von allem genug zum Leben. Unbezahlbar…

Alte Freunde besuchen uns nach langer Zeit, weitere Freunde kommen dazu.

Ausgaben: ca. 15 Euro für (Bio) Kaffee, Saft, Kuchen, Kekse. / Einnahmen: 0 Euro. / Wert: Ein wunderbarer, trubeliger Nachmittag mit lieben Menschen. Unbezahlbar…

Weiterlesen…
Kreuz bei der Wahl

(Wen) Soll man als Christ wählen?

Ehrlich gesagt war mir gar nicht klar, dass sich für Christen überhaupt die Frage stellt, ob sie wählen sollen oder nicht. Doch tatsächlich: Es gibt Christen, die ihre Entscheidung, sich nicht an der Wahl zu beteiligen, biblisch begründen. Weiterlesen

Umsonst würdigen? Kostenlos respektieren?

Gedrechselte Holzschalen, Tiere aus Glas, geflochtene Körbe, getöpferte Tassen, individuell beschriftete Bierdeckel – auf einem Handwerkermarkt gibt es vieles zu entdecken. Zugegeben, ich kann auch entdecken, wie vieles ich eigentlich nicht brauche, denn mit einigem der handgefertigten Güter könnte ich persönlich nichts anfangen. Trotzdem: es macht Spaß sich anzusehen, was der Mensch alles herstellen kann und wie vielfältig die Fähigkeiten und Talente sind.

Der Handwerkermarkt zieht hunderte von Gästen an, von denen meiner Meinung nach viele kommen, „um mal so zu kucken“ und etwas zu essen. Es werden wunderschöne Handarbeiten angeboten, doch nach einem Blick auf den Preis lassen dann wohl doch viele ihren Geldbeutel in der Tasche und reden sich ein, das Gewünschte sowieso nicht zu brauchen (was auch durchaus der Fall sein kann). Klar: Selbstgemachtes ist nicht billig, erst recht nicht, wenn es Einzelanfertigungen sind, die gutes Material verwenden. Es hat schließlich alles seinen Preis.

Die Frage ist doch: Will ich diesen Preis zahlen? Denn ich bestimmte ja, was mir „zu teuer“ ist. Doch es soll ja auch nicht billig sein, sonst empfinde ich es als niedrige Qualität. Aber umsonst ist dann schon wieder okay, weil für manches will ich wirklich nichts zahlen müssen.

Wenn ich durch die Läden in der Innenstadt laufe, dann weiß ich, dass ich dort nichts umsonst bekomme. Surfe ich im Internet will ich am liebsten gar nichts zahlen außer meinen Internetprovider und vielleicht das ein oder andere Abo, um unbegrenzt Filme zu sehen oder Musik zu hören. Alles andere will ich bitte ohne Werbung, ohne Kosten und in der bestmöglichen inhaltlichen und technischen Qualität.

Faszinierend, wie wir oft genau gegenteilige Sachen möchten, oder? Irgendjemand soll sich darum kümmern, dass ich nur das Beste bekomme, ohne selbst etwas dafür tun zu müssen, auch nicht bezahlen. So fühlt es sich im Radio und Fernsehen auch an, da muss ich ja nur noch einschalten. Die Rundfunkgebühren, die monatlich von meinem Konto gebucht werden oder die Zeit, die mir beim Werbung kucken draufgeht, vergesse ich da schnell.

Creative Commons Photo via Flickr by Patrick Marioné, source: https://www.flickr.com/photos/p_marione/10563493286

Etwas anderes, was ich gern vergesse ist Respekt. Respekt und Würdigung der Arbeit anderer. Das klappt gut, wenn ich über den Handwerkermarkt laufe, beeindruckt bin, was menschliche Hände alles erschaffen können und vielleicht sogar etwas kaufe – doch hinter einem Bildschirm sitzend bleibt oft nur das fasziniert sein übrig und die (finanzielle) Würdigung geht verloren.

Wer mich kennt, weiß, wie gerne ich Kleinigkeiten bastle und diese verschenke. Die Beschenkten finden das super, doch jeder Geschäftsmann würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil ich meine „Produkte“ ohne Gegenleistung weggebe. Jeder Geschäftsmann müsste aber auch zugeben, dass niemand den tatsächlichen Wert von meinen kleinen Herzen aus Geschenkband zahlen wollen würde, wenn man nicht nur das Material, sondern auch die Bastel-Zeit einberechnen würde. Manche Dinge sind eben doch unbezahlbar, wenn es gerecht zugehen sollte.

Ich will mich heute bewusst daran erinnern, die Talente von anderen zu respektieren und zu würdigen, sei es durch Freude, Komplimente, Bezahlung oder Sternchenbewertungen. Nicht alles, wofür jemand seine Zeit aufbringt, muss oder kann mit Geld aufgewogen werden und das ist auch gut so. Letztendlich möchten wir doch alle, dass andere unsere Tätigkeiten für gut befinden und entsprechende Gegenleistungen bekommen. Also sollten wir bei uns selbst anfangen und das zuerst für andere tun und so in andere zu investieren. Uns selbst kostet das dann Geld, Überwindung oder etwas Zeit, doch ich glaube, beide Seiten haben etwas davon. Lass uns zusammen anfangen, andere angebracht zu respektieren und zu würdigen und so unser Umfeld positiv zu beeinflussen.

Lüneburg, Straße

Die kleine Gebetserhörung für zwischendurch

Eine kleine Gebetserhörung aus dem Alltag. Eine von vielen. Es ermutigt mich immer, wenn ICH sehe – dass GOTT mich sieht!

Weiter lesen…
Zur Werkzeugleiste springen