Tag Archives for " Andacht "

Mittwochsimpuls ( 01.11.17) Loslassen

Herbst- die Zeit der fallenden Blätter

In dieser Jahreszeit, in der die Tage kürzer werden, die Sonne an Kraft verliert und die Bäume und Sträucher ihre Blätter loslassen, wird uns auch immer wieder die Vergänglichkeit bewusst. In unserem Leben gibt es immer wieder Phasen des Loslassens.

Jede und jeder von uns muss ganz unterschiedliches Loslassen: Menschen. Lebensformen. Auch Ansichten und Einstellungen, Lebensgewohnheiten.
Wir müssen auch loslassen ohne es zu wollen. Oft werden wir nicht einmal gefragt. Unser Leben gleicht einem andauernden Umzug. Wir ziehen nicht nur von einem Ort zum nächsten, auch von einem Lebensabschnitt in den anderen und können nicht immer alles mitnehmen, was uns wichtig ist.

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Mittwochsimpuls ( 25.10.17) Gottvertrauen

David und Goliath

Zwischen den Israeliten und den Philistern gab es Krieg. Die Philister hatten
einen Riesen als Kämpfer. Er hieß Goliat. Dieser trat hervor und bot an,
den Krieg in einem Zweikampf zu entscheiden. Als die Israeliten das hörten,
bekamen sie große Angst.
Zu dieser Zeit hütete David gerade Schafe. Er war der Sohn Isais und lebte in
Betlehem. Sein Vater sprach zu ihm: „Schau nach deinen Brüdern, die im Krieg
sind, und bring ihnen etwas zu essen.“ Und David ging, wie sein Vater es ihm
aufgetragen hatte.
Als David am Kriegsschauplatz angekommen war, sah er den Riesen Goliat.
Er hörte, wie er die Israeliten und ihren Gott verspottete. Er merkte, wie alle
Israeliten vor ihm Angst hatten und flohen. David war entsetzt und sprach:
„Das darf nicht sein!“

Von der Straße zur Hochzeit

So geht nun hin auf die Kreuzwege der Landstraßen, und so viele immer ihr finden werdet, ladet zur Hochzeit ein.
Matthäus 22,9

Jesus hat im Gleichnis von dem Hochzeitsmahl erzählt, dass die geladenen Gäste nicht gekommen sind und deswegen sollten alle möglichen Menschen von der Straße eingeladen werden. Aber als der Herr die Gäste angeschaut hat, hat er einen hinaus werfen lassen, weil er kein Hochzeitsbekleidung an hatte. Dann sagte Er den bekannten Satz: Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.
Nun, wer sind diese geladenen Gäste, die nicht gekommen sind? Ich denke, dass sind die Menschen, die sich zwar in Bibel gut auskennen, brav Gottesdienste besuchen und den Zehnten zahlen, aber Jesus praktisch nachfolgen nicht wollen. Deswegen ruft Jesus solchte Typen wie mich einfach von der Straße, bekleidet sie mit Hochzeitskleidern (Erlösung) und will mit ihnen Seine Hochzeit feiern.
Jesus suchte sich nie „perfekte Typen“, die Ihm nachfolgen sollten.
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In der Frühe

HERR, in der Frühe wirst du meine Stimme hören.
Psalm 5,4

Wunderschönen guten Morgen! Du bist jetzt wach und der Tag beginnt. Was erwartet Dich heute? Neue Probleme oder neue Erfolge? Das weiß man oft im Voraus nicht, aber wenn man den Tag mit dem Herrn beginnt, dann wird das ein gesegneter Tag, trotzt der Probleme, die auftauchten können.
Oft sind wir in der Eile und nach einem langen Abend will man ungern früher aufstehen, weil man dann auf der Arbeit am nächsten Tag ziemlich müde wirken könnte. Und so stehen wir morgens nur zu einem bestimmten Zeitpunkt auf, um nur schnell zu frühstücken und gleich zur Arbeit zu gehen, um pünktlich da zu sein. Da nehmen wir uns nicht die Zeit für die Gemeinschaft mit Gott und das bringt uns keinen Segen.
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Mittwochsimpuls (04.10.17) Ich bin wertvoll

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Zuerst eine Geschichte

Du bist etwas ganz Besonderes

von Max Lucado

Die Wemmicks sind kleine hölzerne Leute. All die hölzernen Leute sind von einem Schreiner, namens Eli, geschnitzt worden. Seine Schreinerei liegt auf einem Hügel, von dem man die Stadt überblicken kann. Jeder Wemmick ist anders. Manche hatten lange Nasen, andere große Augen. Manche waren groß und andere waren klein. Manche trugen Hüte, andere Mäntel. Aber alle wurden von dem gleiche Schreiner gemacht und alle leben in der gleichen Stadt.

Und jeden Tag taten die Wemmicks die gleichen Dinge: Sie gaben einander Aufkleber. Jeder Wemmick hat eine Schachtel mit goldenen Stern-Aufklebern und eine Schachtel mit grauen Punkt-Aufklebern. Durch die Straßen, rauf und runter, in der ganzen Stadt, verbrachten die Wemmicks die ganzen Tage damit, sich einander Sterne oder Punkte aufzukleben. Die Schönen, aus weichem Holz und guter Farbe, bekamen immer Sterne. Aber wenn das Holz spröde war und die Farbe abblätterte, verteilten die Wemmicks Punkte. Auch die Talentierten bekamen Sterne. Manche konnten große Stöcke hoch über ihre Köpfe heben oder über große Schachteln springen. Andere kannten große Worte oder konnten schöne Lieder singen. Jeder gab ihnen Sterne. Manche Wemmicks waren überall mit Sternen beklebt! Jedes Mal wenn sie einen neuen Stern bekamen, fühlten sie sich ganz gut! Was sie dazu veranlasste, etwas Neues zu tun, um einen weiteren Stern zu bekommen. Andere konnten nur kleine Dinge tun – Sie bekamen Punkte.

Punchinello war einer von jenen. Er versuchte hoch zu springen wie die anderen, aber er fiel immer hin. Und wenn er fiel, sammelten sich die anderen um ihn herum und gaben ihm Punkte. Manchmal wenn er fiel, bekam sein Holz Kratzer; dafür gaben die Leute ihm noch mehr Punkte. Nach einer Weile hatte er so viele Punkte, dass er sich nicht mehr traute nach draußen zu gehen. Er hatte Angst, er würde etwas Dummes tun, wie zum Beispiel seinen Hut vergessen oder ins Wasser treten, und dann würden die Leute ihm einen weiteren Punkt geben. Er hatte so viel graue Punkte, dass manche Leute auf ihn zukamen und ihm grundlos einen weiteren gaben. „Er verdient viele graue Punkte“, damit waren sich die hölzernen Leute sicher, „er ist keine gute hölzerne Person.“ Nach einer Weile glaubte Punchinello ihnen. „Ich bin kein guter Wemmick“, sagte er. In der wenigen Zeit, in der er sich nach draußen wagte, traf er sich mit anderen Wemmicks, die auch viele Punkte hatten. Er fühlte sich mit ihnen besser.

Eines Tages traf er einen Wemmick, der ganz anders war als die, die er je getroffen hatte. Sie hatte keine Punkte und Sterne. Sie war einfach aus Holz. Ihr Name war Lucia. Es war nicht so, dass die Leute nicht versuchten ihr Aufkleber zu geben; die Aufkleber blieben nur einfach nicht kleben. Manche der Wemmicks bewunderten Lucia dafür, dass sie keine Punkte hatte. Sie liefen zu ihr hin und klebten ihr einen Stern auf. Aber er fiel wieder ab. Andere sahen auf sie herab, weil sie keine Sterne hatte, und wollten ihr einen Punkt aufkleben. Aber er blieb auch nicht kleben.

So möchte ich auch sein, dachte sich Punchinello. Ich möchte von niemandem benotet werden. Deshalb fragte er Lucia, wie sie das denn mache. „Es ist leicht“, antwortete Lucia. Jeden Tag gehe ich zu Eli, dem Schreiner. Ich sitze in seiner Schreinerei mit ihm. „Warum?“ wollte Punchinello wissen. „Warum findest du es nicht selbst heraus? Geh den Hügel hinauf. Er ist da.“ Und damit drehte sich der Wemmick, der keine Aufkleber hatte, um und lief weg. „Aber will er mich überhaupt sehen?“, schrie Punchinello. Lucia hörte ihn aber nicht mehr. Punchinello ging heim. Er setzte sich in die Nähe eines Fensters und beobachtete die
hölzernen Leute, wie sie herumhuschten und sich gegenseitig Sterne und Punkte gaben. „Das ist nicht richtig“, murmelte er vor sich hin. Und er entschloss sich, zu Eli zu gehen.

Er lief den engen Pfad, der auf den Berg hinaufführte, entlang und trat in die riesige Schreinerei. Seine hölzernen Augen staunten über die Größe von allem. Der Hocker war so groß wie er selbst. Er musste sich auf seine Zehenspitzen stellen, um auf die Werkbank zu sehen. Ein Hammer war so lang wie sein Arm. Punchinello schluckte schwer. „Hier bleibe ich nicht!“ Er drehte sich um, um zu gehen. Dann hörte er seinen Namen. „Punchinello?“ Die Stimme war tief und stark. Punchinello blieb stehen. „Punchinello, es ist so schön dich zu sehen. Komm her und lass dich einmal ansehen.“ Punchinello drehte sich langsam um und schaute den großen bärtigen Handwerker an. „Du kennst meinen Namen?“, fragte der kleine Wemmick. „Sicherlich weiß ich ihn. Ich habe dich doch gemacht.“ Eli bückte sich nach unten, hob ihn auf und setzte ihn auf die Werkbank. „Hmm“, sagte der Erschaffer gedankenvoll, als er sich die grauen Punkte ansah. „Sieht so aus, als hättest du ein paar schlechte Bewertungen bekommen.“ „Ich wollte das nicht Eli, ich habe mich wirklich bemüht, besser zu sein.“ „Oh, du brauchst dich nicht vor mir zu verteidigen, mein Kind. Es kümmert mich nicht, was die anderen Wemmicks denken.“ „Tust du nicht?“ „Nein und das solltest du auch nicht. Wer sind sie, dass sie sich erlauben, Sterne und Punkte zu verteilen? Sie sind Wemmicks genau wie du. Was sie denken, ist nicht wichtig, Punchinello. Was wichtig ist, ist das was ich denke. Und ich denke, du bist etwas ganz Besonderes.“

Punchinello lachte. „Ich besonders? Warum? Ich kann nicht schnell laufen. Ich kann nicht springen. Meine Farbe blättert ab. Warum bin ich für dich wichtig?“ Eli sah Punchinello an, legte seine Hände auf die schmalen hölzernen Schultern und sagte ganz langsam: „Weil du mir gehörst. Darum bist du so wichtig für mich.“ Punchinello wurde noch nie von jemandem so angesehen. Er wusste nicht, was er sagen sollte. „ Jeden Tag habe ich gehofft, du würdest kommen“, erklärte Eli. „Ich kam, weil ich jemanden traf, der keine Aufkleber hat“, sagte Punchinello. „ Ich weiß, sie hat mir von dir erzählt.“ „Warum kleben die Aufkleber nicht an ihr?“ Der Erschaffer sprach sanft: „Weil sie sich entschlossen hat, dass das, was ich denke, wichtiger ist als das, was die anderen denken. Die Aufkleber bleiben nur kleben, wenn sie für dich wichtig sind. Um so mehr du meiner Liebe vertraust, um so weniger kümmerst du dich um ihre Aufkleber.“ „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das verstanden habe“, sagte Punchinello. Eli lächelte. „Du wirst es noch verstehen, aber es wird Zeit brauchen. Du hast viele Aufkleber. Von nun an kommst du einfach jeden Tag zu mir und lässt dich daran erinnern, wie sehr ich mich um dich sorge.“ Eli hob Punchinello von der Werkbank und setzte ihn auf den Boden. „Erinnere dich daran“, sagte Eli, als der Wemmick aus dem Haus lief. „Du bist etwas Besonderes, weil ich dich gemacht habe. Und ich mache keine Fehler.“ Punchinello blieb nicht stehen, aber in seinem Herzen dachte er darüber nach. „Ich denke, er meint es wirklich ernst.“

 

In dieser Geschichte finde ich, kann man sehr gut erkennen, wie es in unserer heutigen Gesellschaft ist. Anerkennung und Wert erntet derjenige, der etwas leistet, etwas gut kann, besondere Talente hat. Ich kann mich noch gut erinnern an die Zeit, wo ich mich viel mit anderen Menschen verglichen habe, ich es jedem Recht machen wollte, um Anerkennung oder Ansehen zu gewinnen. Ich fühlte mich getrieben, ständig unter Leistungsdruck und Perfektionismus. Bloss alles richtig machen und nie „nein“ sagen.
So wie in der Geschichte von Punchinello fiel auch ich nach einiger Zeit in ein tiefes Loch und hatte keine Freude mehr. Gott sei Dank traf ich auch auf Menschen, die irgendwo besonders waren, weil sie irgendwie „anders“ waren und sich nicht von dem beeinflussen  liessen, was andere Menschen über die dachten oder sagten. Auf der Suche nach dem Geheimnis dahinter bin ich Gott begegnet, dem Schöpfer von Himmel und Erde, welcher auch mich erschaffen hat.

Du hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

Es war dir mein Gebein nicht verborgen, da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde. Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. Psalm 139,13-16

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn ( Genesis 1,27 )

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! ( Jesaja, 43,1)

Diese Begegnung hat alles auf den Kopf gestellt, meine Sichtweise hat sich verändert. Gott ist derjenige der mir Wert gibt, der mich liebt ohne Bedingungen. Er liebte mich schon bevor ich überhaupt etwas geleistet habe. Für diesen Gott öffnete ich mein Herz und habe ihn als meinen Retter und Erlöser angenommen.( Meine Geschichte mit Gott hier)

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte Jeremia 31,3

Es zählt nicht mehr was und wieviel ich leiste, Gottes Liebe ist bedingungslos. Ich darf zu ihm kommen, ich bin ein Kind Gottes. In allen Umständen schenkt Jesus mir Kraft und Ruhe.

Seine Liebe ist so unbegreiflich gross, dass ich es kaum fassen kann.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben Johannes 3,16

Er liebt mich so sehr, dass er seinen Sohn gab, damit ich Leben habe. Er starb für meine Schuld und trug alle meine Lasten, Krankheiten, Sorgen, Ängste, Sünde ans Kreuz, damit ich frei sein kann.

Deswegen kann ich nicht anders, als jeden Tag seine Nähe zu suchen, Gemeinschaft mit ihm zu haben, ihn loben und preisen und mich mit seiner Liebe füllen zu lassen. Ich bin von Gott geliebt, geschaffen um in lebendiger Beziehung mit ihm zu leben.

Ich möchte nicht mehr Leben um Menschen zu gefallen, sondern ich lebe um Gott zu gefallen. Ich möchte jeden Tag mehr Menschenfurcht abwerfen und in Gottesfucht leben.

Schon vor Beginn der Welt, von allem Anfang an, hat Gott uns, die wir mit Christus verbunden sind, auserwählt. Er wollte, dass wir zu ihm gehören und in seiner Gegenwart leben, und zwar befreit von aller Sünde und Schuld. Aus Liebe zu uns hat er schon damals beschlossen, dass wir durch Jesus Christus seine eigenen Kinder werden sollten. Epheser 1,4

Gedicht:

Weil du so wertvoll bist, lebst du.

Weil du so wertvoll bist, brauchst du nie aufzugeben.

Weil du so wertvoll bist, bist du beschützt.

Weil du so wertvoll bist, sollst du fröhlich sein.

Wen Gott gefunden hat, der kann sich nicht mehr verlieren.

Josef Butscher

 

Unglück des Menschen

Denn das Unglück des Menschen lastet schwer auf ihm, denn er weiß nicht, was werden wird; denn wer sollte ihm mitteilen, wie es werden wird?
Prediger 8,6-7

Die Menschen in der Welt leben in der Angst vor dem Tod. Die Wissenschaftler versuchen Mitteln zu entwickeln, die das Leben auf der Erde verlängern könnten, aber so richtig Erfolg haben sie auch nicht. So weiß in der Welt keiner, was ihm nach seinem Tod geschieht. Diese Ahnungslosigkeit macht viele Menschen unglücklich. Besonders, wenn ihr Leben nicht so erfolgreich verlaufen ist.
Wir haben aber Vorteil, dass wir wissen, was mit uns passiert wenn wir sterben. Wir werden bei unserem geliebten Vater sein, der bereits auf uns wartet.
Nun komme ich zu der Frage: Wer sollte den Menschen in der Welt mitteilen, wie es werden wird? Wir! Wer denn sonst?
Wir können den Menschen sagen, dass sie ewig in der Hölle sein werden, wenn Sie Jesus Christus als ihren persönlichen Retter nicht annehmen, und dass sie ewig im Paradies leben können, wenn sie das tun. Eigentlich haben wir eine Mission der „Glücksbringer“.
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Mittwochsimpuls (20.09.17) Erntedank

1

Alles was Gott geschaffen hat ist gut.

Und die Erde brachte hervor, Kraut, das Samen hervorbringt, nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same ist, nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. 1.Mose 1,12

Wir leben in einem reich gesegneten Land. Unsere Supermärkte sind prall gefüllt mit Lebensmitteln, Obst und Gemüse ist für uns jederzeit verfügbar. Doch das alles ist nicht selbstverständlich. Im Herbst erinnern wir uns daran, wer der Geber aller guter Gaben ist.

Alles, was gut und vollkommen ist, wird uns von oben geschenkt, von Gott, der alle Lichter des Himmels erschuf. Anders als sie ändert er sich nicht, noch wechselt er zwischen Licht und Finsternis. 1. Jakobus 1,17

Zur Erntezeit wird uns bewusst, dass Wachsen und Gedeihen in Gottes Händen liegt. Eine gute Ernte ist nicht nur das Ergebnis unserer Hände Arbeit. Erfolg und Gelingen ist in erster Linie ein Geschenk Gottes. Schlechte Wetterbedingungen wie Hagel, Frost, Umweltkatastrophen können die Früchte unserer Arbeit komplett zerstören. In solchen Situationen werden wir demütig und erkennen, wie sehr wir die Versorgung Gottes nötig haben. Gott ist unser Versorger. Wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen, wird er uns mit allem versorgen, was wir brauchen.

Wir haben Grund dankbar zu sein, in allen Dingen, in jeder Situation.

„Wenn du Essen im Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf und ein Bett hast, bist du reicher als 75 % dieser Welt.
Wenn du ein eigenes Konto bei einer Bank hast, gehörst du zu den 8 % der Reichen dieser Welt.
Wenn du mehr als 100 g Reis pro Tag essen kannst, kannst du mehr essen als 1/3 der Weltbevölkerung.
Wenn du heute Morgen gesund aufgewacht bist, geht es dir besser als der einen Million Menschen,
die diese Woche nicht überleben werden.
Wenn du zur Schule gehst/gegangen bist, kannst du froh sein, denn 121 Millionen Kinder haben nicht die Chance, zu lernen.
Wenn du nie die Gefahr eines Krieges, die Einsamkeit einer Gefangenschaft, den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger erlebt hast, geht es dir besser als 500 Millionen anderer Menschen dieser Erde.
Wenn du an einer öffentlichen religiösen Veranstaltung teilnehmen kannst/könntest, ohne die Gefahr, bedroht, verhaftet oder getötet zu werden, bist du besser dran als 3 Milliarden andere Menschen.
Wenn du immer frisches Trinkwasser zur Verfügung hast, geht es dir besser als 1 Milliarde Menschen in den Entwicklungsländern.

Wenn ihr dann gegessen habt und satt seid, sollt ihr den Herrn, euren Gott, für das gute Land, das er euch gegeben hat, loben. 5.Mose 8,10

Jesus sagt uns: Sorgt euch nicht um euer Leben. Matth. 6,25

Wir brauchen uns keine Sorgen um unser Leben zu machen. Leben ist in jeder Sekunde ein Geschenk Gottes.

Und so dürfen wir, die wir reich gesegnet sind, auch die Armut und Not um uns herum nicht vergessen. Es gibt Menschen, die Mangel leiden und unsere Hilfe brauchen. Wir sind aufgefordert unsere Gaben mit Bedürftigen zu teilen.

Ihr werdet empfangen, damit ihr umso großzügiger geben könnt. Und wenn wir eure Gabe denen bringen, die sie nötig haben, werden sie Gott von Herzen danken. 2. Korinther 9,11

Wir dürfen froh und dankbar sein, für alles was uns geschenkt wurde und diesen Segen auch an unsere Mitmenschen weitergeben.

Verweigere keinem die nötige Hilfe, wenn es in deiner Macht steht Sprüche 3,27

Zum Abschluss möchte ich eine Geschichte mit euch teilen, die zum Nachdenken anregt:

Es war einmal ein reicher Bauer. Zu dem sprach seine Frau an einem
schönen Herbsttag: „Mann, wir haben eine gute Ernte
gehabt. Küche und Keller, Scheune und Vorratskammern sind voll. Lass
uns das Erntedank-fest feiern!“
„Nein“, antwortete der Bauer, „für die Ernte habe ich hart genug arbeiten
müssen. Bin ich nicht jeden Morgen beim ersten Hahnenschrei aufge-
standen? Wie soll ich für etwas danken, was doch allein mein Verdienst
ist? Ich will ins Wirtshaus gehen und einen Schoppen Wein darauf trinken.“
Damit verließ er das Haus.
Als er ein Stück gegangen war, sah er am Wegrand im warmen
Herbstsonnenschein einen Mann mit seiner Frau und ihren zwei Kindern
sitzen. Die vier hatten nichts bei sich als ein kleines Bündel aus rot-weiß
kariertem Leinen. Der Vater knüpfte es gerade auf und nahm ein kleines
Brot und zwei Handvoll Trauben heraus. Der Bauer blieb stehen.
„Setzt Euch nur zu uns, wenn Ihr hungrig seid!“ sagte der Mann. „Es ist nur
ein einfaches Mahl, das ich Euch anbieten kann. Aber das Brot ist frisch,
und die Trauben sind süß. Ein guter Nachbar hat sie uns mit auf den Weg
gegeben. Unser Haus ist vor einigen Tagen einem Feuer zum Opfer
gefallen und all unser Hab und Gut mit ihm.“
„Nein, danke, ich bin nicht hungrig“, antwortete der Bauer. „Auch reichen ja
Brot und Trauben kaum für Euch selbst. Mich wundert, dass Ihr da so
vergnügt in der Sonne sitzt und nicht weint und klagt über das, was Euch
widerfahren ist.“
„Wie sollten wir weinen und klagen?“ entgegnete der
Mann. „Meine Frau, unsere Kinder und ich sind dem Feuer unbeschadet entkommen. Dafür danken wir Gott und auch für die guten Gaben, die wir in seiner goldenen
Sonne zu uns nehmen dürfen.“ Damit teilte er das Brot und die Trauben,
und alle ließen es sich schmecken.
Der Bauer blieb noch einen Augenblick nachdenklich
stehen, und etwas wie Scham erfüllte sein Herz.
„Kommt mit in mein Haus!“ sprach er dann. „Ich weiß
etwas Besseres, alsins Wirtshaus zu gehen.“ Die Familie nahm die Einladung an und folgte dem Bauern.
„Komm, Frau!“ rief der Bauer beim Eintreten. „Wir wollen Erntedankfest
feiern. Diese guten Leute haben mir gezeigt, was es heißt, dankbar zu
sein, und auch, was es bedeutet zu teilen.“
Da setzten sich alle fröhlich zu Tisch.

Mittwochsimpuls (13.09.17) Die drei Siebe

13

Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.
„He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen.“ „Moment mal“, unterbrach ihn der Weise, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“. „Drei Siebe?“ fragte der Andere voller Verwunderung. „Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“. „Nein, ich hörte es irgendwo und . . .“. „So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens gut?“. Zögernd sagte der andere: „Nein, das nicht, im Gegenteil . . .“. „Aha!“, unterbrach Sokrates, „So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?“. „Notwendig nun gerade nicht . . .“. „Also“, lächelte der Weise, „wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!“

Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit Epheser 4,31

auch nicht von schändlichem Tun und von närrischem oder losem Reden, was sich nicht ziemt, sondern vielmehr von Danksagung Epheser 5,4

niemanden verleumden, nicht streiten, freundlich seien und alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen Titus 3,2

Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung Sprüche 12,18

Trage deine Sache mit deinem Nächsten aus, aber verrate nicht eines andern Geheimnis,

damit von dir nicht übel spricht, wer es hört, und dann das böse Gerede über dich nicht aufhört Sprüche 25, 9-10

Gebet: Herr Jesus Christus, erfülle du mein Herz mit deiner Wahrheit, erneuere meine Gedanken, damit ich Gutes über meine Mitmenschen ausspreche, damit ich aufbaue und nicht verletze, damit ich keine Lügen und Gerüchte verbreite, damit ich von Geschwätz und Lästerei fernhalte. An deine Weisungen möchte ich mich halten, lass mich nachdenken bevor ich spreche, ob meine Worte wahr, gut und notwendig sind. Ich danke dir für dein Wort und deine gute Führung. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Deine Worte sind Wahrheit und sind immer gut für mich. Vergib mir, da wo ich mich nicht danach gehalten habe. Amen

Mit dem Vaterunser Beten lernen

Im Matthäus 11,29 fordert Jesus uns auf, von ihm zu lernen. Als die Jünger Jesus baten, sie beten zu lehren, sagte er ihnen das Gebet, das wir als das Vaterunser kennen.

In meinem dritten Beitrag zum Vaterunser gehe ich auf die ersten drei Bitten des Vaterunsers ein. Ich bringe sie mit Anliegen in Verbindung, die uns vielleicht beschäftigen. Ich ermutige dazu, selbst weiterzubeten.

Hier geht es zu meinem Beitrag:

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