Bibel – Christliche Blogger Community

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Die Bibel und was das eigentlich soll

Die Bibel – für die einen ist sie ein Buch voller Märchen, für die anderen ein Buch voller historischer Geschichten. Die einen sehen darin schöne moralische Ideen, andere sehen ewige Wahrheiten. Die einen bauen auf den Inhalten ihre Lebenseinstellungen auf, die anderen können mit den Inhalten gar nichts anfangen. Die einen sagen, es ist das Wort Gottes, für andere ist es bestenfalls ein Stück Weltliteratur.

Es gibt viele Fakten über die Bibel, das nützt aber nichts um herauszufinden, wie sie verstanden werden muss. Selbst unter Christen gibt es verschiedenste Ansichten, auch wenn sich viele einig sind: es ist das Wort Gottes. Gerade wenn jemand davon überzeugt ist, dass ein lebendiger Gott bei der Entstehung dieses Buches involviert war, ist es wichtig zu wissen, was das für die Aussagen in diesem Buch bedeutet. Christen sollten sich mal damit beschäftigen, wie sie mit der schriftlichen Grundlage ihres Glaubens sinnvoll umgehen können.

Muss ich alles, was in der Bibel steht, wortwörtlich nehmen? Gegenfrage: Kennst du jemanden, der das tut? Es gibt sicherlich einige, die die Bibel wörtlich nehmen möchten, aber ich weiß von niemandem, der das in seinem Leben schafft. Außerdem: Welche Bibelübersetzung muss ich dann benutzen? Luther, Gute Nachricht, Elberfelder oder vielleicht eine englische, spanische, chinesische oder nur die Originalversion in hebräisch und griechisch?

Zusätzlich geht es beim wörtlichen Verständnis nicht nur darum, die Zehn Gebote einzuhalten, sondern um viele andere „schwierigere“ Inhalte. Kleines Beispiel: Jesus hat mal gesagt, dass seine Jünger dem Kaiser geben sollen, was ihm gehört und Gott, was Gott gehört (Matthäus 22,21). Wenn das von Jesus höchstpersönlich verkündet wurde und ich die Bibel wörtlich nehme, dann hab ich ein Problem: mir fehlt ein Kaiser! So sehr ich es auch will, ich könnte das nicht umsetzen und sobald ich es auf unsere Demokratie übertrage und davon rede, dass ich Steuern zahlen muss, nehme ich nicht mehr Wort für Wort, sondern übertrage und interpretiere den Inhalt. Das war nur einer von vielen Versen, an denen sich das durchspielen ließe.
Fazit: Wir können die Bibel nicht wörtlich im Sinne von „Wort für Wort“ nehmen! Die Bibel gibt es in Hunderten von Sprachen und Ausführungen und außerdem besteht sie aus 66 Büchern, die teils komplett verschiedene Genres haben – Geschichten, Stammbäume, Lieder, Sprüche, prophetische Worte, Reden, Vergleiche und mehr.

Wenn es aber unmöglich ist, Gottes Wort wörtlich zu nehmen, erschafft das einige Probleme: Was muss ich wie verstehen? Was ist für mich heute wichtig und was war damals speziell für das Volk Israel gedacht? Wo ziehe ich Grenzen zwischen „ich glaub was da steht“ und „das ist so nicht passiert, sondern soll nur etwas klar machen“? Richtig: Es ist kompliziert!

Ich denke nicht, dass Gott es so kompliziert gemacht hat, um uns zu ärgern, sondern uns viel mehr Möglichkeiten zu geben, die bei einem wörtlichen Verständnis nicht da wären. Hier ein paar davon:

Die Bibel ist liest und versteht jeder anders – und das ist gut so!
Verschiedene Menschen sehen den gleichen Bibelvers sehr unterschiedlich. Jetzt am Anfang des Jahres schreiben und reden viele wieder über die Jahreslosung. Doch kein Kommentar gleicht dem anderen, jeder sieht im genau gleichen Vers unterschiedliche Dinge, betont andere Aspekte und bringt auch seinen eigenen Hintergrund mit ein. Das ist aber keinesfalls eine Schwäche der Bibel, sondern eine Stärke! So können wir darüber reden, diskutieren und gegenseitig zeigen, wie viel mehr in der Bibel steckt als wir selbst sehen.

Die Bibel ist ein lebendiges Buch.
Alles, was lebendig ist, verändert sich ständig. Du bist morgen auch anders als heute, aber siehst nicht komplett anders aus, sondern dein Körper ist eben ein Tag „älter“. Mit der Bibel ist es genauso: sie verändert sich nie komplett, doch über die Zeit hinweg müssen manche Dinge anders verstanden werden. Wenn es dort heißt, dass sich Sklaven ihrem Herrn unterordnen sollen, gibt uns das nicht das Recht einen Sklaven zu halten, denn das war speziell für die damalige Zeit gedacht.
Außerdem sorgt die Lebendigkeit der Bibel dafür, dass wir selbst immer wieder neues Entdecken können, Dinge verstehen und uns Verse in bestimmten Situationen ansprechen können.

Die Bibel ist ein persönliches Buch.
Die meisten der biblischen Bücher wurden von einzelnen Personen geschrieben und sind deswegen auch aus der Sicht/ Erfahrung dieser Personen. So schreibt ein Paulus, was er über Jesus weiß und ein Johannes, was er in der Offenbarung gesehen hat – beide nehmen die Worte und Bilder, die ihnen bekannt sind, um ihre Erkenntnisse weiterzugeben. Doch die Bibel ist nicht nur von Einzelnen geschrieben, sondern geht auch an Einzelne, das heißt, jedem wird etwas anders wichtig. Manchen ist wichtig, dass Gott unser Vater ist, weil sie niemals einen liebenden Vater hatten. Anderen ist Gottes Gnade wichtig, weil sie so viel davon brauchen. Den nächsten ist Gottes Liebe wichtig, weil sie sich ungeliebt fühlen. Das eine ist nicht besser als das andere, aber unterschiedliche Menschen werden von unterschiedlichen Sachen angesprochen.

Die Bibel beinhaltet Wahrheiten, die wir nie komplett begreifen können.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten: etwas ist wahr oder etwas ist nicht wahr. Das heißt aber nicht, dass wir immer alle Aspekte der Wahrheit vollständig zur Verfügung haben. Deswegen gibt es bei Gericht ja auch Zeugen, die die genau gleiche Begebenheit völlig anders beschreiben, weil sie diese anders wahrgenommen haben und nicht, weil es unterschiedliche Situationen waren. Die Bibel beschreibt eine Wahrheit über Gott, wir werden sie aber niemals vollständig erfassen können – denn könnten wir das, wären wir selbst Gott.

Die Bibel von Gott „veranlasst“.
Nur weil die Bibel nicht Wort für Wort von Gott diktiert wurde, heißt es nicht, dass er nicht an der Entstehung beteiligt war – ganz im Gegenteil. Gott hat den Schreibern der Bibel seinen Geist gegeben, damit sie die Wahrheiten über Gott erkennen und sie durch die Schrift weitergeben konnten, um den Menschen den richtigen Weg zeigen und zu einem Leben nach Gottes Willen zu ermutigen (siehe 2.Timotheus 3,16).

Die Bibel ist „Gottes Wort“ – aber anders als wir denken.
Dieses Zitat von Alfred Christlieb (1866-1934) habe ich diese Woche gefunden:

Gottes Wort heißt sie nicht, weil die Vokabel Gott oft in ihr vorkommt, auch nicht, weil Worte darin stehen, die durch den Mund Gottes gegangen sind. Gottes Wort heißt sie, weil man durch das Wort hindurch Gott schauen kann, wie er mit der Welt und mit der Menschheit umgeht. Bis in sein Herz hinein kann man ihn schauen, wie es für uns schlägt. Und bei seinem Wort können wir ihn fassen und so Gemeinschaft mit ihm finden.

Bei der Bibel geht es nicht darum, wer sie geschrieben hat, wann sie geschrieben worden ist oder wie der genaue Wortlaut heißt. Es geht darum, von einem Gott zu erzählen, der die Menschen liebt und mit jedem einzelnen eine Beziehung haben will. Die Bibel ist keine Gebrauchsanweisung, die wir Schritt für Schritt befolgen müssen, um „alles richtig“ zu machen und in den Himmel zu kommen – die Bibel ist ein Liebesbrief Gottes für die Menschen, der zeigt, dass Gott zu seinem Wort steht und alles tut, um uns seine Liebe zu zeigen, auch wenn wir das nicht verstehen oder schätzen können.

Ja, es ist nicht immer einfach, die Bibel zu verstehen, aber das ist auch nicht das wichtigste. Am Wichtigsten ist es, den Gott der Bibel kennen zu lernen, zu erleben und zu lieben. Deswegen ist es am sinnvollsten, die Bibel mit Kopf und Herz zu lesen und mit anderen darüber zu reden.

 

Mit den kleinen Kosaken auf der Bühne

Reise in die Ukraine Teil 6

Die Leiterin Julia führte uns durch die Berufsfachschule für ärmere Kinder und wir konnten den Auszubildenden bei der Arbeit zusehen. Die Schule ist sehr fein und kreativ gestaltet. Dort haben wir ein von den Schülern zubereitetes Mittagsmenü genossen. Wir fühlten uns ein bisschen wie in einem gemütlichen Restaurant. Hier können Waisen und Menschen, die aus Kriegsgebieten geflohen sind, kostenlos zu Mittag essen.

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Holzarbeit in der Sonderschule

Reise in die Ukraine Teil 5

An diesem Tag besuchten wir morgens das Krankenhaus in Cherson. Die Chefärztin und Klinikchefin begrüßte uns herzlich und bat uns in den Konferenzraum, wo uns ein Gremium aus Chefärzten und Stationsschwestern erwartete. Die Chefärztin begann ihre Rede mit der Aufzählung der medizinischen Hilfsgüter, wie z.B. Krankenhausbetten, Klinikkleidung, Lampen für die Operationssäle sowie einen Röntgenapparat, bei deren Vermittlung an das Krankenhaus wir durch die Kooperation mit unseren vielen Partnern mitwirken konnten.

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Mit den kleinen Kosaken auf der Bühne

Reise in die Ukraine Teil 4

Am sechsten Tag fuhren wir nach Lvovo, einem kleinen Dorf ca. 50 km von Kherson entfernt, um dort eine Kosakenschule zu besichtigen. Die Kinder hatten wieder viele Tänze in tollen Kostümen aufgeführt und für die Kleinen fand noch eine „Kosakenehrung“ statt, bei welcher der „Kosakeneid“ abgelegt wurde, in dem so einiges fürs Leben gelobt wurde. Die Kinder gelobten, immer ehrlich und gerecht zu sein, den Alten und Schwachen beizustehen und Freundschaft zu pflegen.

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Holzarbeit in der Sonderschule

Reise in die Ukraine Teil 3

Am fünften Tag haben Daniela und ich im Lager von Olga kleine Geschenktüten vorbereitet, die wir später an die Kinder in den Schulen verteilten.
Zuerst durften wir mehrere Klassen einer Sonderschule mit Berufsbegleitung besuchen und von der Liebe Gottes erzählen. In dieser Schule wird viel “berufliches” vermittelt, zum Beispiel Schreinerarbeiten. Ein Schüler zeigte uns seine Holzarbeit, einen Bilderrahmen. Die Kinder arbeiteten an Schultischen, die von einer Münchner Schule im Sommer gespendet wurden. Die Kinder haben sich sehr über die kleinen Geschenke gefreut, die wir mitgebracht hatten.

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Norman, Luba, Wladimir, Katinka, Daniela, Olga 2

Reise in die Ukraine Teil 2

Am 04.12. besuchten wir eine Freundin von Olga, die sich relativ alleine in der Stadt um hilfebedürftige Menschen kümmert. Zu ihr kommen immer wieder auch Frauen mit Kindern, die nichts mehr zu essen oder anzuziehen haben.

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auf der Benefizveranstaltung

Reise in die Ukraine Teil 1

Olga Tape, die Präsidentin der Stiftung REAVITA e.V., lud uns im Dezember in die Ukraine ein. Einer der Gründe dieser Einladung war, dass sich die Schulen und Krankenhäuser persönlich bei uns für die Vermittlung von Hilfsgütern zu bedanken. Hier nun der erste Bericht unserer Reise.

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Über die Weihnachtsbotschaft nachdenken

Das Bild zeigt aus Holz geschnitzte Krippenfiguren, die im Stuttgarter Bahnhof ausgestellt wurden. Diese Fotografie habe ich bewusst nicht zugeschnitten, so dass man auch noch etwas von den Leuchtreklamen im Bahnhof erkennen kann. Es gibt vieles, was uns von der Weihnachtsbotschaft ablenken kann. Oder vielleicht nehmen wir uns gar nicht die Zeit, bei diesen Krippenfiguren im Bahnhof stehen zu bleiben. (Foto aufgenommen im Dezember 2011)

 

„Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“ (Lukas 2,19/Luther’84).

Richtig geraten, dieser Vers stammt aus der Weihnachtsgeschichte.

 

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Entlassung zum Jahresende

Entlassung zum Jahresende

Online mit Gott heißt, dass ich die Bibel lese und immer wieder neue Dinge entdecke! Es ist halt nicht wie bei einem Roman, der sich schon ab dem zweiten Lesen anfängt auszulutschen.

Lesezeit: 4 Min.

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Halte fest, was du hast

Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!
Offenbarung 3,11

Was habe ich denn, was ich festhalten muss, damit mir niemand meinen Siegeskranz nehmen kann? Richtig! Meinen Glauben! Ich darf meinen Glauben niemals aufgeben, auch wenn es richtig schwer im Leben wird.
Du musst nicht Viktor heißen, um ein Sieger zu sein, aber Du musst einen festen Glauben haben, um siegreich zu leben. Manche Geschwister, die von meinen Problemen, mit denen ich kämpfte, hörten, sagten mir: „Wie kannst Du sagen, dass Du der Sieger bist, wenn Du solche Probleme hast? Das klingt nicht besonder siegreich.“ Nun, aus meiner Sicht, haben sie das siegreiche Leben nicht verstanden. Auch wenn ich nach meinen Umständen eher wie ein Versager betrachtet werde, sehe ich mich nicht als Versager, weil ich im Glauben stehe. Und das bedeutet, dass für mich das unsichtbare real ist. Ich sehe im Glauben die Lösung Gottes für meine Probleme und die kommt meistens nie zu spät.
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