Wie eine Henne und ihre Jungen

„…Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!“ (Matthäus 23,37b/Luther 84).

Jesus ist in Jerusalem. Es ist sein letzter Besuch an diesem Ort. Er wusste was ihm bevorstand.

Als er auf einem Eselsfüllen nach Jerusalem einzog haben ihm viele zugejubelt. Nicht lange danach sollte aus den Mündern einer Menge der Ruf erklingen: „Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!“

Im 23. Kapitel des Matthäusevangeliums klagt Jesus besonders über die Schriftgelehrten und Pharisäer. Sie achten auf kleine Details des alttestamentlichen Gesetzes aber vernachlässigen Hauptanliegen wie Recht, Barmherzigkeit, und den Glauben. Ihre Religion ist eher eine Show und politisches Kalkül als gelebte Gottesfurcht. Sie achten in erster Linie darauf, dass die Menschen sie als fromm ansehen.

Am Schluss des Kapitels sagt Jesus: „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen …; aber ihr habt nicht gewollt!“ Gott hatte auf vielerlei Weise versucht, sein Volk anzusprechen und ihnen den rechten Weg zu zeigen. Immer wieder haben sie Propheten Gottes nicht aufgenommen, sondern getötet und nicht lange danach würde Jesus selbst ein ähnliches Schicksal ereilen.

Gott ruft auch uns. Jesus ruft auch uns.

Die Formulierung von der Henne und den Küken im obigen Vers habe ich besonders interessant gefunden: „…wie oft habe ich eure Kinder versammeln wollen wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel…“

 

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About the Author Thomas Köhle

Seit Januar 2015 blogge ich auf http://christenfindenruhe.wordpress.com
Ich veröffentliche Gedanken rund um Matthäus 11,28-30 und möchte das Evangelium anschaulich machen.

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