Zurück zu Bibel und Bekenntnis?

Die Gegenwart ist die Folge der Vergangenheit. Wem die Gegenwart nicht gefällt, der muss jetzt die Ursachen für eine bessere Zukunft setzen. Doch ist man dazu bereit? Will man nicht lieber eine Vergangenheit beschwören, wo die heutige Problematik noch nicht offenbar war?

Die konservative Christenheit wurde aufgeschreckt durch die Befürwortung der Homo-Ehe seitens kirchlicher Würdenträger, und schon kommt der Ruf: Zurück zu Bibel und Bekenntnis!

Ja, gerade das tote Bibel- und Bekenntnischristentum wacht ja dann erst auf, wenn etwas gegen den Strich läuft. Es entfaltet gerade kein reiches Geistesleben, das unvernünftige Entwicklungen schon im Vorfeld als solche entlarvt.

Einer der bedeutendsten reformierten Apologeten vor dem Ersten Weltkrieg fragte: „Was hat uns aber der Gegensatz des Mystizismus, der platte, nüchterne, aufgeklärte Protestantismus, mit seiner Orthodoxie ohne Feuer noch Geist gebracht? “ und er antwortet darauf „„Ein totes Formel- und Dogmenwesen, ein bloßes Ja-, Ja-sagen, ohne auch nur eine Ahnung von den Kräften der zukünftigen Welt, von der Freiheit und Macht, von dem Brausen und Rauschen des Heiligen Geistes, von einem inneren mit Christo in Gott verborgenen Leben. Mit Lehrsätzen allein kommt man aber nicht in den Himmel.“ (Fr. Bettex)Hier weiterlesen

About the Author Manfred Reichelt

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