Auf zu neuen Ufern – Christliche Blogger Community

Auf zu neuen Ufern

Lesedauer: 6min

Gott macht keine halben Sachen

“Schnitze dein Leben aus dem Holz, das du hast.” (Leo Tolstoi). Das klingt pragmatisch, praktisch, gut – so ganz nach der Fassung, nach der ich mein eigenes Leben gestalte. Geschustert aus Zwischenlösungen und halbgaren Ansätzen – eben aus dem, was gerade so da und möglich ist. Aber ist das wirklich alles? Oder hat Gott Lösungen zwischen Zwischenlösungen?

Hey du,
in Zeitlupe löst sich das Poster von der Tapete, an der ich es mit vier langen Klebestreifen angebracht hatte. “Vier Streifen sind wohl zu wenig”, denke ich und befestige es nun mit acht an der sonst kahlen Wand. Eigentlich wollte ich gar nichts aufhängen, denn die Wand will ich sowieso bald mal umgestalten. Als ich abends zurückkomme, liegt das Plakat schon wieder auf dem Boden. Anstatt mir einen Hammer zu besorgen und es korrekt zu befestigen, nutze ich jetzt unzählige Klebestreifen, was ehrlicherweise nicht zur Ästhetik des Gesamtbildes beiträgt. Noch ein kritischer Blick auf mein Kunstwerk. “Das bleibt vorerst so”, entscheide ich dann.
Ist ja nicht für immer. Lässt sich irgendwie aushalten. Es ist nicht so ganz, was man sich vorstellt. Halbgar und unfertig, aber auch nicht unbedingt gleich schlecht! Nein. Schlimmer geht immer. Diese Sätze klingen vertraut. Man wird da schon reinfinden. Seien es die Schuhe, die einfach nicht passen wollen, aber soo schön aussehen oder der neue absolut nicht sehr vielversprechende Studiengang. Trotzdem verharre ich. In der ungeliebten Gewohnheit, umklammere die Reste der längst zerbrochenen Freundschaft oder beschwere mich lieber über meine Situation statt mich zu neuen Ufern aufzumachen.

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