Melanie Renner – Christliche Blogger Community

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Tausendmal versucht, tausendmal ist nichts passiert

Ich möchte nicht mehr so wütend werden! Morgen werde ich bestimmt mit dem Rauchen aufhören. Nie mehr werde ich mich so von einem Gefühl lenken lassen. In Zukunft soll Gott in allen meinen Lebensbereichen an erster Stelle stehen. etc. Kennst du so aussagen von dir? Dich stört etwas ungemein an dir und du weisst, dass es eigentlich nicht korrekt ist, dass du dies machst. Immer wieder fasst du dir Vorsätze, wie du in einer Situation anders reagieren wirst, was du vielleicht ab morgen ändern wirst oder wie auch immer. Du pendelst dann zwischen Erfolg und Misserfolg immer wieder hin und her. Ein Tag funktioniert es vielleicht oder gar eine Woche? Danach funktioniert es wieder nicht. Ist das nicht frustrierend?

Vielleicht kenne auch ich nur dieses herumschrauben an meinem Verhalten. Auf alle Fälle nehme ich mir in gewissen Dingen immer wieder vor anders zu denken oder zu handeln. Das ist auch super so! Ich bin ein Fan davon, sich immer selber zu reflektieren und Dinge nicht stehen zu lassen, die so nicht korrekt sind. Aber endet diese Bemühung nicht immer in Frust? Ich mag mich nicht daran erinnern, dass ich jemals nachhaltige Veränderung in meinem Verhalten erlebte durch kämpfen und ringen. Oftmals enden diese Versuche bei mir in Selbstanklage. Dann muss ich mich wieder daran erinnern, wer ich bin.

Zurzeit bin ich an einer Seelsorge Ausbildung und dort durfte ich eine Lösung für dieses Problem finden, die ich dir gerne auch transparent machen will, denn ich finde dies sollten wir uns alle bewusst sein. Stell dir einen Apfelbaum vor, der Baum ist geschmückt mit vielen roten Äpfeln. Diese Äpfel stellen symbolisch dein Verhalten dar. Wir können als Beispiel die Magersucht nehmen. Ein Apfel der Magersucht wäre somit Rückzug. Menschen, die von Magersucht betroffen sind, möchten nicht in Anwesenheit von anderen essen und ziehen sich somit zurück. Vielleicht wäre auch noch eine Frucht Unzufriedenheit. Es gibt sicherlich noch viel mehr Früchte, diese sind jedoch individuell und du darfst dir diese gerne bei deinem Anliegen aufzeichnen. Dann kommen wir zum Stamm, dies wäre die Magersucht an sich. Aber beispielsweise auch Rauchen oder Angst etc wird als Stamm gesehen. Dies ist das Problem, woraus dann die Früchte oben resultieren. Wenn wir also an unserem Verhalten herumschrauben würden wir im Fall von Magersucht sagen, du musst hald einfach wieder essen. Dann geht es vielleicht einen Tag oder zwei gut, danach entwickelt die Person wieder Schuldgefühle oder was auch immer und fällt wieder zurück. Frustrierend nicht? Du müsstest doch einfach nur mehr essen, wieso schaffst du das nicht? Alle anderen schaffen das doch auch? So beginnt das Gedankenkarussell seinen Lauf zu nehmen. Nun ist es aber wichtig, dass du dir bewusst bist, dass deinen Baum bzw. DU Wurzeln hast. Diese Wurzeln siehst du nicht, die sind in der unsichtbaren Welt. Genau das ist der Punkt, dein Verhalten kann sich nur ändern, wenn du gesunde Wurzeln hast. So verhält sich das bei jeder Pflanze, um mehr Früchte zu bekommen, muss sie gesunde Wurzeln haben. Wenn wir wieder zurück zu unserem Beispiel der Magersucht kehren, wäre die Wurzel Ablehnung. Jede Sucht resultiert aufgrund von Ablehnung. Nun gilt es diese Wurzel auszureissen und dann wird sich oben nach und nach alles verändern.

Ich hoffe ihr konntet mir folgen und wenn Interesse besteht, würde ich auch gerne mehr Informationen zum Ausreissen der Wurzeln bekanntgeben.

Habt eine gesegnete Woche!

Sorge dich nicht, richte deinen Fokus auf mich

In den letzten Wochen durfte ich einiges erleben und ich konnte Weichen für meine Zukunft stellen. Es ist so unglaublich ermutigend zu erleben, wie Gott mir immer wieder den nächsten Schritt beleuchtet und mich führt und leitet in meinen Entscheidungen. Nochmals ganz neu durfte ich in den vergangenen Wochen spüren, was für ein Privileg es ist, eine Königstochter zu sein. Ich wünsche mir natürlich dasselbe für dich!

Wie dir vielleicht bekannt ist, sind Momente der Veränderung nicht immer nur lustig, am Anfang heisst es auch immer loslassen und Raum schaffen für etwas Neues. Veränderung bringt somit auch immer Herausforderungen mit sich, wo der persönliche Glaube wachsen kann, aber ein Stück weit auch getestet wird. Die Entscheidungen fällte ich im Dunkeln. Ich hatte keine Ahnung, in welche Richtung es weiter geht, ich wusste nur, dass es an der Zeit war, gewisse Dinge los zu lassen. Dies hört sich immer so romantisch an, „Weisst du, du musst nur alte Sachen loslassen und dann kommen neue, bessere, grössere, verrücktere Dinge auf dich zu, das willst du doch oder?“. Na klar, ich denke, das wollen wir alle. Aber der Prozess des Loslassens ist bei weitem nicht immer so einfach und leicht zu gehen. Man kann an dieser Stelle auch sagen, das Leben wäre zu einfach, wenn alles locker und von alleine gehen würde 😉 Spass bei Seite! Im Christentum spricht man auch von Beschneidung, etwas wird von deinem Leben abgeschnitten, aus deinem Leben entfernt und Neues beginnt zu wachsen oder ich als Mensch bin einfach wieder gesünder. Eines darfst du wissen, Gott schneidet nur Dinge ab, die keine Frucht mehr hervorbringen, wenn du also in eine Phase der Beschneidung läufst, wirst du gesund, fit und frisch wieder heraus kommen.

Zeiten, welche Entscheidungen hervorrufen, für die man sich noch nicht bereit fühlt oder wir die Richtung nicht wissen, gehen ans Eingemachte. Es erfordert sehr viel Glauben. In meinem Fall erforderte es auch sehr viel Energie meinerseits, dies muss auf aber überhaupt nicht sein. Wenn wir Gott im Leben haben brauchen wir uns nicht zu sorgen. In dieser Zeit, wo ich mir so viel Sorgen gemacht habe und sich meine Gedanken wie ein Karussell angefühlt haben, aus welchem sie nicht ausbrechen konnten, lehrte mich Gott etwas. Du kennst sicherlich die alt bekannte Geschichte aus der Bibel von Petrus, welcher auf dem Wasser lief und Jesus ihm lehrte, den Fokus stets auf ihn gerichtet zu haben. Genauso „überlebte“ ich die Zeit und kam zur Ruhe. Als ich begann meinen Fokus nur auf Gott auszurichten und nicht mehr auf meine Sorgen, überkam mich einen inneren Frieden, der mich ruhen liess. Ich lernte auch meine Welt loszulassen und alles was ich bin und habe einfach in die Hände Gottes zurück zu geben. Nichts auf dieser Welt gehört mir, es gehört Gott im Himmel. Er der alles erschaffen hat und alles kennt, der Möglichkeiten hat, die sonst niemand hat, ihn habe ich an meiner Seite. Was soll ich mich also noch sorgen?

Dieses Erkenntnis in meiner Situation hat mir sehr geholfen den Blick wieder von mir abzuwenden und auf die Welt zu richten und die Dinge, die Gott im Moment für mich bereit hat. Gestern Abend erlebte ich eine ermutigende Autofahrt, die nochmals sehr stark in meine Situation sprach. Es schneite sehr stark auf der Autobahn, meine Scheibenwischer wischten auf Hochtouren und die Geschwindigkeit wurde den Wetterverhältnissen angepasst. Trotzdem waren die Bedingungen sehr schlecht. Ich konnte kaum etwas sehen und mich orientieren auf der Strasse. Aufgrund dieser Umstände richtete ich meinen Blick so stark auf den Autofahrer vor mir, ich versuchte mich an ihm zu orientieren und wenn ich auf ihn schaute, fiel mir nicht so stark auf, dass ich nichts sehe vor lauter Schneeflocken. Denn wenn ich direkt in die Flocken schaue, habe ich immer das Gefühl, sie fliegen mir gleich ins Auge und ich muss die Augen schliessen. In diese Situation sprach Gott und zeigte mir auf, wie ich mich an ihm orientieren kann in solchen Zeiten. Er ist es genau, der vor mir leuchtet und mir den Weg bahnt. Ich kann mich einfach darauf konzentrieren auf ihn zu schauen und nicht auf die Probleme oder Sorgen, die auf mich hereinprasseln und ich nicht ändern kann.

Ich möchte dich ermutigen in welcher Situation du dich auch immer befindest, richte deinen Blick auf Gott. Er kennt alles und weiss genau, was du brauchst und kennt deinen Weg. Wenn nicht er dir helfen kann, wer dann? Er ist der beste Ratgeber und der beste Zufluchtsort, den du dir wünschen kannst. In diesem Sinne wünsche ich dir eine friedvolle Weihnachtszeit.

Bist du dort, wo du sein möchtest?

Heute sprach ein Lied von Robbie Williams direkt zu mir in mein Herz. Ich weiss nicht, ob du das Lied von ihm kennst, es heisst I love my life. Und eigentlich gehöre ich zu der Sorte Menschen, die nie zufrieden sich mit sich selber, sondern sich immer weiterentwickeln wollen. Mit anderen Worten heisst das, du wirst nie glücklich sein in diesem Leben. Über diese Aussage zerbrach ich mir schon einige Wochen den Kopf und irgendwie fand ich den Rank nie so richtig, wie ich das ändern kann. Ich möchte es gleich vorneweg nehmen, ich werde dir kein Patentrezept dazu liefern, ich kann dir lediglich von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

Als ich mir über dieses Thema Gedanken gemacht habe, viel mir auch auf, wie viel ich mich um etwas sorge, was ich gar nicht brauche. Zu diesem Thema kannst du gerne meinen vorherigen Blog lesen. Ich habe mich fest entschlossen, dass ich in jeder Lebenslage Gott preisen möchte und dieser Wunsch ist so tief in mein Herz gerutscht, dass es mir fast immer möglich ist. Das „fast“ habe ich sehr bewusst gewählt, natürlich gelingt es mir nicht immer. Und weisst du was, es muss mir auch nicht immer gelingen? Es reicht, wenn ich mich bewusst darauf achte, mich Sorgen nicht immer hinzugeben. Es genügt, dass du den Willen hast etwas zu ändern und dein Mögliches tust. Was willst du Gott noch beweisen? Du kannst sein Geschenk auf keinen Fall überbieten und musst es auch nicht. Das einzige was du tun kannst, ist Gott mit deinem Leben zu ehren und ich möchte alles daran setzen, mit meinem Leben Gott alle Ehre zu geben. Es ist klar, dass mir das nicht immer gelingen wird, die Frage ist wie reagiere ich in solchen Situationen? Kann ich demütig vor Gott hin und um Vergebung beten oder schmore ich und klage mich selber an? Sehr häufig wählte ich den zweiten Weg und klagte mich selber sehr sehr stark an. Ich kann dir garantieren, dass dich dies nie erfüllen wird. Du wirst viel mehr bitter in dir drin. So nimm deine Situation und gehe auf die Knie vor Gott, bitte ihn um Vergebung und gebe ihm dein Leben wieder in die Hand.

So nun bin ich also da. Ich befinde mich nicht an einem Höhepunkt in meinem Leben, aber ich bin dankbar, für alles, was Gott in meinem Leben getan hat. Ich bin frei, ich bin geliebt, mir ist alles vergeben und vieles mehr. Da wurde ich wirklich glücklich in einer nicht einfachen Lebenssituation. Die Freude übersteigt meinen Schmerz. Als ich nun dieses Lied hörte dachte ich, ah Robbie du singst also, du liebst dein Leben und bist, wo du sein willst? Schön, wieso geht dann dein Leben weiter, wenn du ja dein Ziel schon erreicht hast? Ich kann das von mir überhaupt nicht behaupten……solche Gedanken schoss es mir durch den Kopf. Bis ich einen Moment inne hielt und mich daran erinnerte, dass ich versuche täglich Gott alle Ehre zu geben und ihn gross zu machen. Wie glücklich kann ich sein? Plötzlich fühlte ich, wie sehr ich mein Leben liebe, ich bin nicht dort, wo ich sein will. Aber ich liebe mein Leben trotz schwierigen Umständen und das ist doch eigentlich genau dort, wo ich sein will?

Wie sieht es in deinem Leben aus? Bist du dankbar mit deinem Leben? Bist du dort wo du sein willst?