Meine Begegnung mit Gott – Christliche Blogger Community

Meine Begegnung mit Gott

Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und wurde streng erzogen. Wir wurden die ersten 4 Jahre sogar zu Hause unterrichtet, um in der Schule nicht dem Einfluss dieser Welt ausgesetzt zu sein.

Ich habe schon von Klein auf immer von Gott gehört und auch an Ihn geglaubt. Ich hatte Gewissheit darüber, dass Er existiert. Auch wenn ich selber keine persönliche Beziehung mit Ihm hatte, habe ich jeden Abend gebetet, einfach nur um mein Gewissen zu beruhigen. Ich habe an Ihn geglaubt, zu Ihm gebetet und Ihn sehr gefürchtet. Ich habe Ihn in erster Linie als einen sehr strengen Gott wahrgenommen, der die Sünde hasst und heilig ist. Manchmal war ich sauer auf Ihn, wenn Er mir zum Beispiel nicht das gab, worum ich gebeten hatte, aber nur ganz heimlich, so, dass Er nicht zornig wird über meinen Unglauben (so dachte ich zumindest in meinem 8-jährigen Herzen).

Wenn ich etwas tat wovon ich wusste, dass es falsch war, hatte ich sofort Angst ich würde nicht mehr in den Himmel kommen. Deshalb bat ich auch immer um Vergebung bevor ich abends ins Bett ging.

Als ich 11 war, gab es einen Zeitpunkt, den man als “Bekehrung” bezeichnen könnte. Ich bat von Herzen und mit Tränen bei Gott um Vergebung für alles was ich getan habe und von dem Augenblick an, wollte ich auch wirklich anders leben. Ich nahm mir ganz fest vor, zu Anderen immer nett und lieb zu sein und der Mutter auch immer fleißig zu helfen. Doch irgendwie schien all mein Bemühen umsonst, alles wurde nur noch schlimmer.

Ich freundete mich mit den falschen Leuten an und distanzierte mich immer weiter von meiner Familie. Ich fing an mich zu ritzen, schwarz wurde meine neue Lieblingsfarbe und aus irgendeinem Grund fand ich es cool, Briefe mit meinem Blut zu schreiben.

Von all dem bekamen meine Eltern wenig mit. Ich redete sehr selten mit ihnen und wenn, dann nur das Nötigste.

Ich fühlte mich schrecklich einsam und verlassen. Leer!

Nachts weinte ich mich in den Schlaf und mein größter Wunsch war es Frieden zu finden.

Ich war mir sicher, Gott war sehr unzufrieden mit mir und ich war mir ebenso sicher, dass ich so ein Leben eigentlich gar nicht wollte. Mein ganzes Leben lang bin ich in die Gemeinde gegangen und habe die glücklichen Menschen gesehen. Ich wollte auch glücklich sein und nicht die Schuld meiner Sünden mit mir rumtragen müssen, aber der Weg dahin schien mir unerreichbar.

Andere Menschen, ja für die gab es Vergebung und Frieden, aber nicht für mich! Ich war mir sicher ich würde irgendwann sterben und in die Hölle gehen, deshalb hatte das Leben für mich auch keinen Sinn mehr…

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About the Author Franziska Zimmermann

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